Namensdebatte

Umbenennung der Uni Münster wird teuer – was passiert mit WWU-Merch?

Die Uni Münster bekommt einen neuen Namen. Damit ändert sich nicht nur das Logo der WWU. Eine Kosten-Explosion wollen die Verantwortlichen verhindern.

Münster – Bei Instagram ist der Kanal „muenster_dings“ schon längst eine Marke. Anfang Februar verzeichnete die Meme-Seite fast 45.000 Follower. Die freuen sich über diverse Witze über Münster – und natürlich die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU). Deren Umbenennung in Uni Münster war zuletzt ebenfalls Thema. Ein Meme machte auf ein Problem aufmerksam.

WWU wird umbenannt: Sind alte Uni-Münster-Klamotten bald Sammlerstücke?

Es zeigt ein Männchen vor einer in den negativen Bereich rutschenden Chart und soll die Reaktion auf dem „Ersti-Rucksack-Markt“ nach Bekanntwerden der Umbenennung der Uni Münster (NRW) darstellen. Dazu der nicht ganz ernst gemeinte Hinweis: „Aber das wird vielleicht der letzte Rucksack mit Wilhelm sein.“ Denn, das steht fest, der Name des Kaisers muss weichen – und damit verändern sich nicht nur Name und Logo, sondern auch die Merchandise-Produkte. Themen, denen die Verantwortlichen offenbar gelassen entgegenblicken.

Eine Kosten-Explosion wollen die Verantwortlichen der WWU Münster in jedem Fall vermeiden. Der Übergang soll geschmeidig sein. Konkrete Zahlen kann man noch nicht nennen. Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels kündigte eine zügige Umsetzung an, bei der man mit Blick auf die Kosten mit Augenmaß vorgehen werde. Das begrüßt auch der AStA Münster.

Umbenennung der Uni Münster: Kosten-Explosion vermeiden – in der Ruhe liegt die Kraft

„Das sind alles Dinge, die noch diskutiert werden müssen. Die Entscheidung zur Umbenennung muss zunächst ja auch noch formell getroffen werden“, sagt der AStA-Vorsitzende Jacob Hassel im Gespräch mit wa.de. Final soll die Entscheidung bei der nächsten Senatssitzung am 5. April 2023 getroffen werden. Zeit genug also, um sich noch ein neues Logo zu überlegen und das weitere Vorgehen zu planen.

„Die Universität wird sich das Logo jetzt natürlich anschauen und bearbeiten“, sagt Hassel vom AStA Münster. Ob man das Schloss als Symbol beibehalte, wisse er noch nicht. „Viele fanden das Kürzel ‚WWU‘ auch gut und griffig. Bei der Namensdebatte ging es aber freilich nicht darum, welches das bessere Kürzel ist. Auch da wird sich eine Lösung finden“, meint er. Letztendlich käme es darauf an, „was sich etabliert“.

Stellt sich nur noch die Frage, was aus den bald schon nicht mehr aktuellen Merchandise-Produkten wird. Der Campusshop erklärte auf Anfrage von wa.de: „Die Lager sind gut gefüllt, und wir haben genug WWU-Ware noch da.“ Der große Run ist bislang ausgeblieben – ganz so aufgeschreckt wie auf dem Meme von „muenster_dings“ sind die WWU-Fans offenbar also noch nicht. Vielleicht ändert sich das, sobald das neue Logo feststeht. Dann nämlich könnten die WWU-Stücke Seltenheitswert haben und plötzlich begehrter denn je sein.

Rubriklistenbild: © imago

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