Öffentlicher Dienst

Müllabfuhr von Streik in Münster betroffen – weitere Einschränkungen

In Münster wird gestreikt und auch die Müllabfuhr beteiligt sich. Die Abfuhr der Abfalltonnen fällt daher an diesem Tag aus. Es gibt weitere Einschränkungen.

Münster – In Münster (NRW) kommt es auch am Dienstag, 14. Februar, zu einem Warnstreik. Aufgerufen hatten dazu die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, darunter Verdi. „Die Abfuhr der Abfalltonnen fällt deshalb an diesem Tag in den Dienstagsrevieren - A und B (Innenstadt), sowie L (Hiltrup Mitte) und K (Hiltrup Ost) - aus“, teilen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) mit. Sie kündigen noch weitere Einschränkungen an – und haben eine Bitte an die betroffenen Bezirke.

Streik in Münster: Müllabfuhr fährt Touren nach

„Wir fahren diese Touren nach. Bürgerinnen und Bürger in diesen Bezirken sollen die Tonnen deshalb unbedingt an der Straße stehen lassen“, erklären die awm. Nicht nachgeholt werden wir an diesem Tag aber die Straßenreinigung. Die entfällt nämlich aufgrund des Streiks in Münster am Dienstag ebenfalls. Und: „Alle Recyclinghöfe und das Entsorgungszentrum bleiben geschlossen. Der Streik-Aufruf der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst wirkt sich nicht auf die Abfuhr der Wertstofftonnen im Remondis-Gebiet aus, da dies ein privater Entsorger ist“, heißt es. Zu weiteren Einschränkungen kommt es streikbedingt bei der Sperrgut- und Grüngutabfuhr.

Wie die awm mitteilen, entfällt diese ersatzlos in Münster. „Alle betroffenen Bürger und Bürgerinnen werden gebeten, diese Abfallfraktionen bis zum nächsten regulären Termin (14. März) im Haus bzw. Keller zu lassen“, heißt es. Wer nicht bis dahin warten könne, habe ab dem 15. Februar die Möglichkeit, die Recyclinghöfe zu nutzen. „Am 14. Februar bleiben diese, ebenso wie das Entsorgungszentrum, geschlossen“, heißt es.

Trotz Streik soll der Müll in Münster nicht auf den Straßen liegen bleiben

Sorgen, dass die Müllsäcke auf den Straßen in Münster liegen bleiben, müssen sich die Bürger offenbar aber trotz des Streiks am Dienstag keine machen. „Wir bemühen uns, die Touren bis zum Ende der Woche nachzufahren. Allerdings ist das nur im Rahmen der festgelegten Arbeitszeiten, das heißt parallel zu den regulären Touren, erlaubt. Überstunden dürfen in Folge von Ausfällen aufgrund eines Streiks nicht angeordnet werden“, sagt awm-Sprecherin Manuela Feldkamp. Sie bittet zudem im Vorfeld für Verständnis, dass sich die Nachfahrten auch bis in die nächste Woche ziehen können.

Dabei können die Münsteraner selbst mithelfen: „Bürger aus den Abfuhrbezirken A, B, L und K haben aber gegen Vorlage des Ausweises die Möglichkeit, Rest- und Bioabfall ab dem 15. Februar und bis zum nächsten regulären Abfuhrtermin kostenfrei an den Recyclinghöfen abzugeben.“

Für Ärger sorgt in Münster nicht nur der Streik. LEG-Mieter aus Berg Fidel haben zudem Angst, dass ihre Wohnungen an einen Investor verkauft werden könnten. Zudem klagt eine Mieterin über starken Schimmelbefall.

Rubriklistenbild: © Montage: Hoffmann

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