Am Freitag
Streik in Münster hat Auswirkungen auf Buslinien – auch Schüler betroffen
Am Freitag, 3. März 2023, findet der nächste Warnstreik in Münster statt. Viele Buslinien sind betroffen. Auch Schüler müssen sich auf Ausfälle einstellen.
Münster - Seit Tagen erschweren Streiks in Nordrhein-Westfalen den Alltag. In Münster müssen sich Pendler und Bewohner für den Freitag, 3. März 2023, offenbar eine Alternative zum Busverkehr suchen. Denn der soll laut Angaben der Stadtwerke Münster zu großen Teilen lahmgelegt werden.
Warnstreik in Münster legt Busverkehr lahm - zahlreiche Linien betroffen
Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag bundesweit zu ÖPNV-Streiks aufgerufen. Davon betroffen sind auch zahlreiche Buslinien in Münster. Wie die Stadtwerke Münster mitteilen, werden Warnstreiks und starke Einschränkungen des öffentlichen Nahverkehrs erwartet. Demnach werde eben jenen, die mit Bussen in der Stadt unterwegs sind, nahegelegt, auf andere Verkehrsmittel zurückzugreifen.
Der angekündigte Warnstreik soll am frühen Freitagmorgen beginnen und bis zum Samstagmorgen andauern. Neben zahlreichen Buslinien sind auch Schulbusse betroffen. Folgende Einschränkungen dürften auf den ÖPNV in Münster zukommen:
- Linien 1, 4, 9, 16, 18, 19, 20: geringe oder keine Einschränkungen
- Linien 2, 15, 17: mittlere Einschränkungen
- Linien 5, 6, 8, 10, 11, 14: große Einschränkungen, nahezu keine Fahrten
- Nachtbus-Linien N82, N83, N84: mittlere Einschränkungen
- Nachtbus-Linie N85: große Einschränkungen, nahezu keine Fahrten
- Schulbusse: ebenfalls Einschränkungen erwartet
Betroffene Personen können sich online über die Fahrplanauskunft informieren, ob die jeweilige Fahrt am Freitag stattfindet oder nicht. Erst am Freitag wird das Ausmaß des Warnstreiks inklusive ausfallender Busfahrten deutlich. Kurzfristige Änderungen sind möglich.
Streik oder Warnstreik - wo liegt der Unterschied?
So manch eine Diskussion wurde bestimmt schon darüber geführt: Was ist Streik, und was ist ein Warnstreik? wa.de erklärt den Unterschied und worauf es ankommt.
Der ÖPNV-Streik von Verdi läuft in vielen deutschen Städten am Freitag in direkter Kooperation zum globalen Klimastreik durch Fridays for Future. Vielerorts sind parallele Kundgebungen geplant. In Gelsenkirchen und Bochum legt die Bogestra erneut die Arbeit nieder am Freitag.
Warnstreiks nicht nur in Münster: Auch Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen betroffen
In Dortmund ist eine Großveranstaltung vom Warnstreik betroffen. Rund 30.000 Zuschauer reisen mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Heimspiel von Borussia Dortmund. Nicht so am 3. März 2023, wenn auch dort Busse und Bahnen innerhalb der Stadt nicht fahren. Auch in Bielefeld werden die Busse und die Stadtbahn bestreikt - einige Busse fahren aber trotzdem.
Nach bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung in Sicht. Mit dem erneuten Streik will die Gewerkschaft Verdi im aktuellen Tarifstreit im öffentlichen Dienst Druck auf Bund und Kommunen ausüben. Die Gewerkschaft fordert für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Deutschland eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent – mindestens aber ein Gehaltsplus von 500 Euro.
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