Mögliche Bombe

Verdacht auf Blindgänger in Münster: Freilegung ein weiteres Mal verschoben

Auch der zweite Versuch der Freilegung eines möglichen Blindgängers in Münster ist gescheitert. Es gab Probleme. Es ist ein neuer Anlauf geplant.

Update vom 16. November, 15.28 Uhr: Schon wieder konnte die vorgesehene Freilegung eines möglichen Blindgängers in der Straße auf der Horst nicht abgeschlossen werden – sie muss ein weiteres Mal wiederholt werden. „In die Grube eindringendes Grundwasser und Probleme mit den zur Absicherung ins Erdreich gesetzten Aluminiumringen verhinderten, dass die Arbeiter bis zu dem in circa fünf Metern Tiefe vermuteten Blindgänger vordringen konnten“, erklärte die Stadt Münster.

Die beauftragte Firma müsse dieses zunächst erreichen und den Blindgängerverdacht erhärten. Erst dann übernimmt die „mögliche weitere Maßnahmen wie das Anfordern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zur Entschärfung und die Evakuierung der Umgebung“. Somit kommt es am Donnerstag nicht zu Evakuierungen und Sperrungen.

Trotz des Einsatzes von Pumplanzen rund um die Baugrube konnte das Grundwasser für die Freilegung des möglichen Blindgängers nicht ausreichend abgesenkt werden.

„Zeitnah“ soll ein dritter Versuch erfolgen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Update vom 16. November, 9 Uhr: Die Arbeiten zur Freilegung des Blindgängers an der Straße Auf der Horst in Münster laufen seit Tagesanbruch. „Wir hoffen, bis Mittag ein Ergebnis zu haben“, schreibt die Feuerwehr Münster per Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter).

Mögliche Bombe in Münster: Heute fällt Entscheidung über Evakuierung

Update vom 13. November, 16.20 Uhr: Der neue Termin für die Freilegung eines möglichen Blindgängers in der Straße Auf der Horst nahe der Piusallee steht fest. Es ist Donnerstag, 16. November. Beim ersten Versuch am 8. November brach die Tiefbaufirma nach mehreren Stunden die Arbeiten aus Sicherheitsgründen ab. „Die gewonnenen Erkenntnisse über die Lage des mutmaßlichen Blindgängers, der sich etwa in fünf Metern Tiefe im Erdreich befindet, werden bei der anstehenden Freilegung berücksichtigt“, schreibt die Stadt Münster.

Mögliche Bombe in Münster: Neuer Termin für die Freilegung steht fest

Sollte eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden und diese entschärft werden müssen, kommt es zu einer Evakuierung. In dem Radius liegen auch die Bahngleise, die vom Hauptbahnhof in Richtung Norden führen. Die Bahnlinien über Zentrum-Nord sowie in Richtung Osnabrück und Warendorf fahren dort her. 

Update vom 8. November, 16.39 Uhr: Die Freilegung des möglichen Blindgängers in der Straße auf der Horst in Münster wird verschoben. Die für Mittwoch geplanten Arbeiten konnten nicht abgeschlossen werden. „Die beauftragte Tiefbaufirma hat sich dem in circa fünf Meter Tiefe befindlichen Verdachtspunkt seit den Morgenstunden mit Bagger und Schaufeln genähert. Schwierige Bodenverhältnisse und einbrechendes Grundwasser erschwerten die Arbeiten“, erklärt die Stadt Münster.

In Münster wird in der Straße Auf der Horst ein Verdachtspunkt freigelegt.

Daher brachen Tiefbauer die Maßnahmen am Nachmittag ab, „da auch wegen der Lage des mutmaßlichen Blindgängers im Erdreich ein sicheres Freilegen nicht möglich war“. Die Arbeiten sollen „zeitnah“ fortgesetzt werden – vermutlich in der kommenden Woche, heißt es.

Update von 8. November, 10.54 Uhr: Bombe oder nicht? Die Feuerwehr in Münster und der Kampfmittelräumdienst legen seit dem Morgen den Verdachtspunkt in der Straße „Auf der Horst“ frei. Noch ist nicht klar, ob es sich um einen Blindgänger handelt oder nicht.

Mögliche Bombe in Münster – auch die Bahn wäre von Evakuierung betroffen

Münster - Ein möglicher Blindgänger in Münster kann für eine große Evakuierung mit weitreichenden Folgen sorgen. Die Kampfmittel-Überprüfung hat einen verdächtigen Punkt aufgedeckt: An der Straße Auf der Horst könnte eine Bombe unter der Erde liegen.

Bombe in Münster: Möglicher Blindgänger nahe der Piusallee

Ob sich der Bombenverdacht in Münster erhärtet, wird sich am Mittwoch, 8. November zeigen. Dann wird der mögliche Blindgänger freigelegt. Wenn es sich wirklich um eine noch scharfe Bombe handelt, muss weiträumig evakuiert werden.

Die Evakuierung wird einen 250-Meter-Radius um den Bombenfund an der Straße Auf der Horst umfassen. Betroffen sind davon nicht nur die Piusallee, sondern auch das Streckennetz der Deutschen Bahn.

Möglicher Bomben-Fund in Münster: Das ist der erwartete Evakuierungsradius.

Mögliche Bombe im Münster: Bahn von Evakuierung betroffen

Sollte sich der Bombenfund bestätigen, können die Züge nicht mehr vom Hauptbahnhof Münster in Richtung Norden fahren. Züge auf folgenden Bahnstrecken sind im Evakuierungsfall betroffen:

  • Hamm (Westf) - Emden Rbf
  • Wanne-Eickel - Hamburg
  • Münster - Rheda-Wiedenbrück

Betroffen sind alle Züge, die über Zentrum-Nord oder in Richtung Osnabrück und Warendorf fahren.

Blindgänger in Münster: Zwei Betreuungsstellen für mögliche Evakuierung

Die Anwohner, die in Münster evakuiert werden müssten, kommen in zwei Betreuungsstellen unter:

  • Messe
  • Congress Centrum Halle Münsterland

Der Transport ist mit einem Shuttle-Bus möglich. Der Bus fährt dann über die Haltestellen Piusalle, Elisabet-Newy-Straße und Villa te Hompel zu den Betreuungszentren.

Informationen zu konkreten Streckensperrungen werden noch bekannt gegeben, sollte sich der Bombenverdacht erhärten.

Bereits im September drohte in Münster eine Evakuierung. Im Bereich der Weißenburgerstraße im Geistviertel wurde eine 250-Kilogramm-Sprengbombe gefunden, eine Entschärfung war jedoch nicht notwendig.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Münster

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