Um Verletzungen zu verhindern

Böllerverbot in Münster: An bestimmten Plätzen ist Feuerwerk verboten

Wer in Münster an Silvester 2023 Raketen in die Luft schießen möchte, muss einige Orte meiden. Die Stadt Münster spricht ein Feuerwerk-Verbot für bestimmte Plätze aus.

Münster - Für viele Menschen gehört es an Silvester einfach dazu, Raketen in die Luft zu schießen und Böller anzuzünden. Auch in Münster werden an Silvester 2023 wieder an vielen Stellen die Feuerwerkskörper explodieren und die Stadt in verschiedenen Farben erstrahlen lassen. Aber Freunde der gepflegten Knallerei müssen aufpassen: An bestimmten Orten wird es ein Feuerwerk-Verbot geben. Das teilte die Stadt in NRW mit.

Silvester 2023: Stadt Münster verbietet Feuerwerk an bestimmten Plätzen

In der Mitteilung der Stadt vom 17. November werden die Orte, an denen Feuerwerk vom 31. Dezember 2023, 22 Uhr, bis 1. Januar 2024, 4 Uhr, strengstens verboten ist, benannt:

  • Domplatz
  • Prinzipalmarkt
  • Bahnhofsvorplatz

„In der zurückliegenden Silvesternacht ist es in diesen Bereichen zu einem leichtfertigen und unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik gekommen. In der Folge waren leider auch Verletzungen und Gefährdungen von Personen festzustellen“, begründet Wolfgang Heuer, Ordnungsdezernent von Münster, die Entscheidung.

So sei es an Silvester 2022 auf dem Bahnhofsvorplatz bereits am frühen Abend dazu gekommen, dass Leute in der Menschenmenge Pyrotechnik gezündet hätten. „Da die Grundstimmung zunehmend aggressiv wurde, konzentrierte sich der Kommunale Ordnungsdienst dort und konnte so eine Eskalation vermeiden“, heißt es in der städtischen Mitteilung zum Böllerverbot weiter.

Böllerverbot in Münster an Silvester 2023: Verletzungen sollen vermieden werden

Solche Situationen sollen durch das Böllerverbot auf dem Prinzipalmarkt, auf dem Domplatz und am Bahnhofsvorplatz an Silvester 2023 von vornherein vermieden werden. Die Stadt weist darauf hin, dass es sich nicht nur um ein Verbot, Raketen an den betreffenden Orten anzuzünden, handelt. Auch die Mitnahme von Feuerwerkskörpern ist untersagt. Auf diese Weise kann der Ordnungsdienst besser kontrollieren, ob das Verbot eingehalten wird.

Dass ausgerechnet die drei Orte von dem Feuerwerk-Verbot betroffen sind, begründet die Stadt Münster ebenfalls: „Domplatz, Prinzipalmarkt und die Westseite des Bahnhofs ziehen mit zahlreichen gastronomischen Angeboten und zentralen Einrichtungen des ÖPNV viele Menschen an“, teilt die Stadt mit. An Silvester würde es an genau diesen Orten noch voller als an anderen Abenden werden. Somit würde sich das Risiko erhöhen, dass Menschen durch unbedacht gezündete Raketen oder Böller verletzt werden können.

Die Gewerkschaft der Polizei möchte gerne noch eine schärfere Regel umgesetzt sehen. Der GdP-Vorsitzende fordert ein allgemeines Böllerverbot - vor allem in Hotspots. Wie 24RHEIN berichtet, wird es auch in Köln ein Verbot von Böllern an Silvester 2023 geben. In Dortmund wurden bereits an Silvester 2022 Sperrzonen eingerichtet.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen / dpa

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