Rechtsextremismus
Björn Höcke bei AfD-Veranstaltung – großer Protest in Münster angekündigt
Die rechtsextreme Partei AfD löst immer wieder Kontroverse aus. Jetzt lädt sie den Faschisten Björn Höcke zu einem Neujahrsempfang in Münster ein. Es regt sich Gegenwehr.
Münster – Die Stadt Münster in NRW könnte sich schon bald in einer Ausnahmesituation befinden. Am 20. Januar will die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) ihren Neujahrsempfang veranstalten. Das alleine stößt vielen rechtschaffenen Bürgern schon sauer auf. Ein Name auf der Gästeliste verschärft die Situation aber noch einmal: Auch der Faschist Björn Höcke, der Landessprecher der Thüringer-AfD, ist eingeladen. Es wird mit einer großen Demo gerechnet.
Björn Höcke bei der AfD in Münster: Antifaschistische Bündnis kündigt Gegendemo an
So hat unter anderem das antifaschistische Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ in Münster zu einem Gegenprotest aufgerufen. „Wir werden am 20.1.2023 einen breiten, solidarischen und spürbaren Protest gegen die AfD organisieren! Keinen Meter den Nazis – keinen Meter der AfD“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.
Die Behörden können mit einem großen Andrang rechnen, zahlreiche Menschen werden dem Aufruf im vornehmlich studentisch und politisch eher links geprägten Münster – in der Stadt kämpft die Taxi-Branche aktuell mit Problemen – vermutlich folgen. Auf dem Prinzipalmarkt dürfte es an diesem Tag also voll werden. Die klare Kampfansage des Bündnisses: „Münster hat keinen Platz für Rassismus, Nationalismus und soziale Ausgrenzung! Wir sind viele. Wir sind mehr. Wir sind divers, solidarisch, antirassistisch, queer, feministisch und antifaschistisch.“
Björn Höcke von der AfD sorgt nicht nur mit seinem Auftritt in Münster für Diskussionen. Der ehemalige Gymnasiallehrer aus Hessen sorgt immer wieder mit rechtsextremen, völkischen und ausländerfeindlichen Aussagen für Schlagzeilen. Nicht ohne Grund stuft das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Höcke als Rechtsextremisten ein und überwacht ihn seit Anfang 2020. Auch sorgte er mit Aussagen zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine für Kontroverse oder äußerte Sympathien für die Querdenken-Bewegung in Deutschland.
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