Restaurant-Besuch

Dortmunder Steakhaus von Gästin heftig kritisiert: „Die Kuh lebte noch“

In Dortmund endet ein Restaurant-Besuch für eine Frau in einem Desaster. Sie macht ihrem Ärger ordentlich Luft. Das Lokal reagiert und entschuldigt sich.

Dortmund – „Ich war heute mit meinem Sohn im Pfefferkorn am Phoenix-See“, schreibt eine augenscheinlich extrem verärgerte Frau in einer öffentlichen Facebook-Gruppe, in der ausgiebig über Dortmunder Restaurants und Cafés diskutiert wird, und bezieht sich auf einen Besuch vom 8. Juli. Anschließend holt sie zum Rundumschlag aus und übt heftige Kritik am Steakrestaurant. Das reagiert nun – und gesteht Fehler ein. Ganz hinnehmen möchte das Lokal die Kritik aber nicht.

„Die Kuh lebte noch“: Gästin kritisiert Dortmunder Steakhaus heftig

Demnach habe der Sohn der Gästin den „Classic Burger“ bestellt. Und der war es auch, der bei ihr für diesen großen Ärger gesorgt habe. „Mein Sohn nahm ein Stück, bemerkte kurz, wie kalt er sei“, schildert die Frau. Anschließend habe sie selbst etwas probiert. „Er war roh, also nicht roh roh, sondern die Kuh lebte noch. Ich sagte nur, nicht weiteressen, der geht zurück“, erklärt sie.

Fünf Gerichte, die Sie Küchenchefs zufolge nie im Restaurant bestellen sollten

Meeresfrüchte Garnelen Spießchen Teller.
Ansicht von oben Meeresfrüchte mit Zitronenaustern.
Beef Strip Steak medium rare auf einem Teller.
Scheiben eines gegrillten Steaks auf einem Teller.
Fünf Gerichte, die Sie Küchenchefs zufolge nie im Restaurant bestellen sollten

Ein Kellner habe sich dem Mutter-Sohn-Gespann schließlich angenommen und den Burger wieder mitgenommen. Die erboste Kundin erklärt weiter: „Gut, ich saß also vor meinem Essen und aß langsam weiter. Nach 30 Minuten kam der neue Burger. Was soll ich sagen?! Er war diesmal tot. Das arme Tier, was da gestorben ist.“ Anschließend hätte sie sich erneut beim Kellner beschwert – wohl auch erneut mit Erfolg. Eine Cola habe es „aufs Haus“ gegeben, anschließend sei der Burger von der Rechnung genommen worden. Vollends besänftigte das die Kundin aber nicht. Nun reagiert das Steakrestaurant aus Dortmund auf wa.de-Nachfrage.

Pfefferkorn Dortmund bezieht Stellung nach Kritik

„Inzwischen konnten wir recherchieren und sind ein wenig überrascht“, erklärt Pfefferkorn-Geschäftsführerin Susanne Eckardt in einer Stellungnahme vom 12. Juli, gesteht aber auch Fehler ein: „Ja, zwei unserer Mitarbeiter haben Fehler gemacht. Das ist unstreitig, und sie gestehen es auch ein. Der Servicemitarbeiter war unaufmerksam und der Koch hat nicht gut gegrillt. Ein in der Tat unentschuldbarer Doppelfehler. Da möchten wir auch gar nicht drum herumreden.“

Ihre beiden Mitarbeiter nimmt sie aber sogleich in Schutz: „Man kann lediglich sagen, solche Fehler dürfen uns nicht passieren, jedoch sind auch ein Servicemitarbeiter und ein Koch Menschen, die hier und da Fehler machen. Wie alle Menschen. Sie sind keine Maschinen. Und obwohl man als Firmenleitung versucht, Fehlerquellen auszuschalten und Sicherungsmaßnahmen einzurichten, passieren trotzdem menschliche Fehler. Uns selbst ebenso.“

Die erboste Kundin prangert allerdings nicht nur die Qualität des Burgers an, sondern erhebt auch Vorwürfe gegen den Kellner selbst. Dieser „sprach die Küche vor uns sehr schlecht“, meint sie. Dennoch attestierte sie ihm: „Der Kellner war toll, aber auch das macht den Gesamteindruck nicht wieder gut.“

Restaurant-Chefin gesteht Fehler ein, nimmt aber Mitarbeiter in Schutz

Pfefferkorn-Geschäftsführerin Susanne Eckardt wiederum hält dagegen: „Die Mitarbeiter haben alles Erdenkliche versucht, es wiedergutzumachen. Das Essen von der Rechnung genommen, Dessert und Getränke als Wiedergutmachung angeboten, sich entschuldigt. Unser Servicemitarbeiter habe aber laut seiner Aussage nicht schlecht über die Küche gesprochen.“

Die verärgerte Dame setzt in ihrem Facebook-Beitrag noch nach: „Fehler passieren, ja, aber das heute war eine persönliche Vollkatastrophe.“ Nachdem sie bezahlt hatte, habe sie „den Kaffee echt auf“ gehabt. „Als die Dame mit Sohn unser Haus verließ, hatten die Mitarbeiter nicht das Gefühl, dass sie derart unzufrieden war“, teilt hingegen das Pfefferkorn mit. Trotz allem möchte das Restaurant sich noch einmal entschuldigen.

„Da wir über diesen Vorfall wirklich traurig sind, und die Dame auch nicht mit einem solchen unangenehmen Gefühl zurücklassen möchten, würden wir gerne eine Einladung aussprechen, oder einen Gutschein übersenden“, erklärt die Pfefferkorn-Geschäftsführerin – vielleicht erhalten sie und ihr Teams eine zweite Chance von der erbosten Gästin. Generell gelte das Angebot für alle Kunden, „sich jederzeit bei uns im Restaurant zu melden, sollte etwas nicht stimmen. Unsere Gäste sind für uns schließlich das Wichtigste“.

Das „Linus“ in bester Innenstadt-Lage in Dortmund hingegen war von einem Tag auf den anderen dicht. Nach langem Rätselraten ist jetzt klar, warum.

Rubriklistenbild: © Montage

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