Besser jetzt handeln
Grippe-Ansteckungswelle in NRW: Die Gefahr wird immer größer
Influenza A breitet sich in NRW rasant aus. Arztpraxen melden deutlich mehr Fälle. Experten raten dringend zu Hygieneregeln und Impfung.
Hamm – In Nordrhein-Westfalen sorgt aktuell die Grippe-Variante Influenza A für steigende Krankenzahlen. Immer mehr Menschen melden grippeähnliche Symptome, und die Belastung in Arztpraxen und Kliniken nimmt zu. Die Entwicklung rückt das Thema Infektionsschutz wieder stärker in den Fokus – insbesondere jetzt, da viele den Alltag ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen gestalten.
Aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts unterstreichen diesen Trend. Im Wochenbericht für die zweite Kalenderwoche 2026 meldeten registrierte Teilnehmende bundesweit 456 akute respiratorische Erkrankungen (ARE) sowie 126 grippeähnliche Erkrankungen (ILI), die als typische Influenza-Symptomatik gelten. Parallel dazu zeigt die vom RKI erfasste Influenzaviruslast im Abwasser einen deutlichen Anstieg, was auf eine intensivere Viruszirkulation hinweist. Die Auswertungen basieren auf den neuesten Meldeinformationen des RKI‑SurvStat-Systems mit dem Datenstand vom 15. Januar 2026 – und dürften in dieser Form auch auf NRW als das bevölkerungsreichste Bundesland übertragbar sein.
Ärzte beobachten Zunahme der Influenza-A-Fälle
Die von Fachleuten beobachtete Zunahme der Influenza-A-Fälle zeigt, dass sich das Virus derzeit besonders aktiv verbreitet. „Wir sind in den hausärztlichen Praxen aktuell saisonbedingt noch mit zahlreichen akuten Atemwegserkrankungen, Influenza- und Coronainfektionen beschäftigt“, hatte Allgemeinmediziner Lars Rettstadt, Vorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, unlängst erst noch im Gespräch mit wa.de zu Protokoll gegeben. Für die Bevölkerung bedeutet das erhöhte Aufmerksamkeit im Alltag. Gerade in Zeiten wechselhafter Temperaturen und engem Kontakt in Schulen, Büros und öffentlichen Verkehrsmitteln steigt das Risiko einer Ansteckung.
Experten raten daher zu verstärkten Hygienemaßnahmen. „Die Maßnahmen zur Verhinderung einer Grippeinfektion entsprechen weitgehend denen gegen COVID‑19: Abstand halten, regelmäßige Impfungen und klassische Hygieneregeln. Diese schützen allgemein vor Infektionserregern“, hatte Dr. Frank Hünger vom Klinikum Dortmund schon zu Jahresbeginn im Gespräch mit wa.de geraten. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen, das Meiden unnötiger Kontakte bei Krankheitssymptomen und gutes Lüften in Innenräumen. Zusätzlich empfehlen sie die Grippeimpfung als wirksame Präventionsmaßnahme, um schwere Verläufe zu vermeiden und die Ausbreitung weiter einzudämmen.
Für NRW bleibt entscheidend, wie konsequent die Bevölkerung diese Schutzmaßnahmen umsetzt. Wer sich über Impfstellen, aktuelle Entwicklungen und Verhaltenstipps informieren möchte, findet entsprechende Hinweise bei lokalen Gesundheitsbehörden und in Arztpraxen. So lässt sich das persönliche Risiko senken – und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Infektionsschutz im Land leisten.
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