Grüner Zoo Wuppertal
Zoo nimmt seltene Löwin in Empfang – Teil einer ausgestorbenen Art
Der Grüne Zoo Wuppertal begrüßt „Alore“, eine seltene Berberlöwin. Ihre Ankunft ist ein bedeutender Schritt in der Erhaltung dieser ausgestorbenen Art.
Wuppertal – Neuzugang im Grünen Zoo Wuppertal (NRW): Am Dienstagnachmittag (22. November) kam die zweijährige Berberlöwin „Alore“ aus dem Neuwieder Zoo ins Bergische Land an. Am Mittwoch veröffentlichte der Zoo ein Video auf Instagram, was die Ankunft der Löwen zeigt. Mehrere Mitarbeitende transportieren das Raubtier mittels einer großen Transportbox in ihr neues Gehege. Aufgrund von Lebensraumverlust und Jagd nahmen die Bestände der Berberlöwen in ihrem natürlichen Lebensraum immer weiter ab, weswegen die Ankunft von „Alore“ eine wichtiger Schritt zur Erhaltung dieser ausgestorbene Art sein soll.
| Beberlöwe | Panthera leo leo |
| Natürlicher Lebensraum | Nordafrika |
| Zeitpunkt des Aussterbens | 1960er-Jahre |
| Ursache für Aussterben | Bejagung, Lebensraumverlust, Verlust von Beutetieren |
Seltene Löwin zieht in Grünen Zoo Wuppertal ein – für Gäste noch nicht zu sehen
Die junge Löwin zeigt sich momentan noch etwas zurückhaltend gegenüber ihrem neuen Pflegeteam, hat jedoch bereits gut gefressen, berichtet der Zoo. „Zunächst gewöhnt sich die Löwin in den Innenanlagen an ihre neue Umgebung und ist deshalb für Zoogäste noch nicht zu sehen“, heißt es. Das Video soll allerdings einen kleinen Einblick in die Stallungen, die „Alore“ zur Verfügung stehen, zeigen. Die beiden Löwenkater „Tamo“ und „Shawano“ sind weiterhin auf der großen Außenanlage zu sehen. Viele Instagram-User heißen die Raubkatze derweil willkommen im Zoo. „Hallo Alore! Du bist wirklich eine hübsche Löwin. Herzlich willkommen in Wuppertal“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer kommentiert: „Herzlich willkommen in Wuppertal, Süße.“
In der Zukunft ist geplant, „Alore“ mit den beiden Katern zusammenzubringen. „Da „Tamo“ und „Shawano“ sogenannte Unterart-Hybriden – das heißt eine Mischung aus verschiedenen Unterarten – sind, ist eine Zucht mit ihnen und der neuen Berberlöwin nicht vorgesehen“, erklärt der Wuppertaler Zoo. Das Ziel bestehe vielmehr darin, die jeweilige Unterart so ursprünglich wie möglich zu erhalten. Aus diesem Grund wurden die Löwenkater sterilisiert.
Langfristig ist nach dem Tod der beiden älteren Männchen geplant, einen jungen Berberlöwen-Kater aufzunehmen, mit dem dann wieder eine Zucht möglich sein wird. Bis dahin ist laut Zoo geplant, die Berberlöwin künstlich zu besamen, um auf diese Weise „zum Aufbau einer stabilen Reservepopulation in menschlicher Obhut beizutragen“.
Neuzugang im Grünen Zoo Wuppertal: Beberlöwin Teil einer ausgestorbenen Art
Aufgrund von Lebensraumverlust und Jagd nahmen die Bestände der Berberlöwen in ihrem natürlichen Lebensraum in Nordafrika immer weiter ab, bis schließlich das letzte Exemplar getötet wurde. „Alore“ ist Teil der seltenen Berberlöwen-Population, die laut Wuppertaler Zoo in der Wildnis seit Mitte des 20. Jahrhunderts als ausgestorben betrachtet wird. Glücklicherweise gab es jedoch noch Tiere in menschlicher Obhut: Die marokkanischen Herrscher hielten Berberlöwen als Palastlöwen. König Hassan II. übergab seine Raubtiere 1970 dem Zoo von Rabat, der mit den Tieren züchtete und diese dann an weitere Zoos verteilte, um die seltene Löwenpopulation zu erhalten.
Der Wuppertaler Zoo verabschiedet sich von einigen Tieren, da sie in nächster Zeit sterben werden. Zuletzt erwischte es zwei Tiger. Und erst im Mai verstarb ein Elefantenbaby in Wuppertal. (spo)
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