Krankheiten häufen sich

Zoo Wuppertal verabschiedet sich von Tieren - „Werden in nächster Zeit sterben“

Der Wuppertaler Zoo verabschiedet sich von einigen Tieren. Manche Exemplare werden wohl in nächster Zeit sterben.

Wuppertal – Nicht nur Menschen werden alt, auch Tiere werden älter. Mit dieser Botschaft beginnt ein Post des Zoos Wuppertal auf Facebook. Darin geht der Zoo auf die verbesserten Lebensbedingungen für die Tiere ein. Mit höherem Alter steige allerdings auch das Risiko für Krankheiten bei Tieren. Im Wuppertaler Zoo (NRW) erwischten diese zuletzt zwei Tiger. Und auch weitere Tiere werden laut dem Zoo bald nicht mehr zu sehen sein.

OrtZoo Wuppertal
AdresseHubertusallee 30, 42117 Wuppertal
ÖffnungszeitenIn der Sommerzeit täglich von 9 bis 18 Uhr, in der Winterzeit täglich von 9 bis 17 Uhr

Zoo Wuppertal: Lebensbedingungen für Zoo-Tiere haben sich verbessert

Seit dem Beginn der Tierhaltung in Zoos hat sich das Wissen zu den Haltungsbedürfnissen der Tiere laut dem Wuppertaler Zoo deutlich verbessert. „Die Zootiere werden also dank verbesserter Bedingungen immer älter, viele Tierarten leben insbesondere länger als in der Wildbahn“, sagt die Tierärztin Dr. Lisa Grund auf der Facebook-Seite des Zoos.

Im Wuppertaler Zoo starben zuletzt zwei Tiger, nachdem sie krank geworden waren.

Gleichzeitig würden altersbedingte Krankheiten mit zunehmenden Alter der Tiere immer wahrscheinlicher werden. Daher sei Lebensqualität wichtiger als Altersrekorde. „Sobald solche Erkrankungen das tägliche Wohlbefinden unserer Tiere einschränken, müssen wir sie gut beobachten und genau abwägen, wie lange ihr Leben in ihrem Zustand vertretbar und erstrebenswert ist“, so die Tierärztin weiter.

Wuppertaler Zoo musste zuletzt zwei Tiger einschläfern – auch weitere Tiere werden bald sterben

Zuletzt mussten die Tierpfleger im Wuppertaler Zoo eine solch schwerwiegende Entscheidung für zwei Tiger treffen. „So wurden kürzlich unsere betagten sibirischen Tiger ‚Mymoza‘ und ‚Wassja‘ krankheitsbedingt eingeschläfert“, heißt es in dem Post weiter. Ein ähnliches Schicksal droht auch bald den beiden Löwenkatern, dem letzten Leopardenweibchen, den Kuttengeiern, dem Braunbär und weiteren Tieren des Zoos, die alle im letzten Viertel ihrer Lebenserwartung seien. „Auch sie werden in nächster Zeit sterben“, so der Zoo. Aber auch junge Tiere sterben. Erst im Mai war im Wuppertaler Zoo ein Elefantenbaby gestorben.

Alte Tiere drohen bald zu sterben – Im Zoo laufen bereits die Planungen für die Zeit danach

Trotz der traurigen Gewissheit, dass einige der Zoo-Tiere bald sterben werden, blickt der Wuppertaler Zoo positiv in die Zukunft. „Ein Lebensende bedeutet hier für das Gesamtkonzept Artenschutz im Zoo auch immer einen Neuanfang: Für die Gehege liegen Pläne bereit, wie dort wieder neue Perspektiven für andere Individuen entstehen können“, erklärt Tierärztin Dr. Grund. So wird das Tigergehege mit einem neuen Kater und einer neuen Katze besetzt. „Für das junge Tigerpaar hätte es in den Herkunftszoos weniger Platz und keine Möglichkeit zur Zucht gegeben“, so Dr. Grund.

Auf Facebook wurde der Zoo für seine Offenheit in der Kommunikation von Usern gefeiert. „Ich finde es toll von euch, dass ihr die Leute immer informiert und auf den neuesten Stand bringt, ihr seid super“. Und: „Das ist ein natürlicher Kreislauf, aber leider auch immer traurig für Tierpfleger, Artgenossen und Zoostammgäste. Danke, dass ihr so gut aufklärt!“ sind nur zwei von vielen Kommentaren. (jr)

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/imago

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