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Größtes Osterfeuer der Stadt wurde abgesagt: Zukunft sieht düster aus
Das beliebte Osterfeuer am LWL Museum in Bochum fällt aus – nicht nur 2026, sondern wahrscheinlich auch in Zukunft. Hinter den Kulissen scheint es Unstimmigkeiten zu geben.
Der Besuch eines Osterfeuers ist für viele Menschen in der Osterzeit ein riesiges Highlight. In nahezu jedem Ort in NRW finden um das Osterwochenende unzählige kleinere und größere dieser Feuer statt. Besonders beliebt seit vielen Jahren war das Event am LWL-Museum Zeche Hannover in Bochum. Oft kamen bis zu 2000 Besucher zu der Veranstaltung. Damit galt sie als größtes Osterfeuer der Stadt. Doch 2026 ist Schluss mit der beliebten Tradition: Das Osterfeuer am Museum wurde abgesagt. Und wird eventuell auch in Zukunft nicht mehr stattfinden.
Auf Anfrage von wa.de bestätigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, dass das Event nicht stattfinden wird. „Die Durchführung einer größeren Veranstaltung wie dem Osterfeuer stellt hinsichtlich der Organisation und Sicherheit hohe Anforderungen“, erklärt LWL-Pressesprecher Markus Fischer. „Als Eigentümer des Geländes steht der LWL hier in der Verantwortung und muss gewährleisten, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. In dem Zusammenhang ist das verlässliche Einhalten von getroffenen Absprachen unerlässlich.“
Absage von größtem Osterfeuer in Bochum: Wie geht es weiter?
Ausrichter des Osterfeuers ist der Förderverein Zeche Hannover. Für dessen Vorsitzenden Klaus Neuhaus sei die Absage „nicht nachvollziehbar“, wie er der WAZ sagte. Bereits in der Vergangenheit habe man gezeigt, dass man als Verein die Organisation und Durchführung der Veranstaltung stemmen könne. Und das sei auch in Zukunft machbar. Auch die im Raum stehende Begründung, das Osterfeuer sei zu spät vom Veranstalter angemeldet worden, kann Neuhaus laut WAZ nicht nachvollziehen. Das Osterfeuer sei eine regelmäßige Veranstaltung, die sich Jahr um Jahr wiederhole und seit Jahren bekannt sei. Eine schriftliche Anfrage von wa.de an den Förderverein wurde bislang nicht beantwortet.
„Eine Veranstaltung wie das Osterfeuer ist mit vielen Aufgaben verbunden, die man auf den ersten Blick nicht wahrnimmt und die wir als Museumsbetreiber auch nicht an externe Veranstalter abgeben können“, erklärt Markus Fischer vom LWL auf Nachfrage von wa.de. Als Beispiele nennt er die Vorbereitung des Geländes, die Erstellung eines Sicherheitsbriefings und die technische Betreuung. „Außerdem muss eine Ansprechperson für die Betreuung der Veranstaltung selbst vor Ort sein, um für organisatorische Fragen und Sicherheitsthemen sowie als Ansprechpartner für den Wachdienst zu fungieren“, so Fischer weiter.
Größtes Osterfeuer in Bochum wurde abgesagt: Zukunft sieht düster aus
Ob es in Zukunft noch ein Osterfeuer am Museum Zeche Hannover geben wird, beantwortet der LWL-Pressesprecher nicht direkt – gut sieht es aber für eine Weiterführung der Veranstaltung nicht aus: „Das LWL-Museum Zeche Hannover befindet sich nach wie vor im ‚Vorlaufbetrieb‘ und verfügt nur über ein kleines Team an Mitarbeitenden.“ Diese würden über die Saison mit begrenztem Stundenkontingent eine Vielzahl an Events betreuen. „Eine zusätzliche Veranstaltung in der Größenordnung des Osterfeuers zum Saisonbeginn ist vor diesem Hintergrund nicht zu stemmen“, so Fischer. „Bei der Entscheidung gegen die Durchführung des Osterfeuers geht es konkret um die Abwägung, wie viele und welche Veranstaltungen im Museumsbetrieb im Laufe einer Saison betreut werden können.“
Ein anderes besonderes Osterfeuer in NRW findet auch 2026 statt – und zwar auf einer Halde. Besucher bekommen einen spektakulären Blick aufs Ruhrgebiet. Und was ganz anderes: Sechs brennende Holzräder werden in Lüdge an Ostern wieder den Berg hinunterrollen.
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