Streichliste
Gerry Weber: Welche NRW-Filialen geschlossen werden und welche nicht
Mehr als die Hälfte aller Gerry Weber-Filialen werden geschlossen. NRW trifft es dabei besonders hart. Hier bleiben nur maximal zehn Läden verschont. Die Streichliste.
Hamm - Der finanziell angeschlagene Bekleidungshersteller Gerry Weber plant drastische Einschnitte in sein Filialnetz. Mehr als die Hälfte aller Geschäfte - 122 von insgesamt 171 - sollen geschlossen werden, wie das Unternehmen mit Sitz in Halle/Westfalen mitteilte. Nordrhein-Westfalen ist von dem Kahlschlag besonders stark betroffen. Die Streichliste ist lang.
Maximal zehn der von Gerry Weber in NRW betriebenen Stores und Outlets werden in Zukunft erhalten bleiben, dagegen werden fast 40 Standorte bis Ende September 2023 geschlossen. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage von wa.de mit.
Gerry Weber: Welche Filialen in NRW geöffnet bleiben
Nach den aktuellen Planungen werden nur folgende NRW-Standorte über den Herbst hinaus geöffnet bleiben:
- Bergisch-Gladbach
- Bonn, Bad Godesberg
- Brühl
- Düsseldorf, Benrath
- Elsdorf, Outlet
- Halle/Westfalen, Outlet Ravenna Park
- Hennef
- Köln, Weiden
- Siegburg
Auch die Filiale von Gerry Weber am Prinzipalmarkt in Münster könnte von den Schließungsplänen verschont bleiben. Dort laufen Gespräche mit dem Vermieter, wie eine Sprecherin des Modeunternehmens gegenüber wa.de sagte.
Diese Hoffnung gibt es für viele Stores in NRW nicht mehr. Die Beschäftigten in fast 40 Filialen erhielten zu Beginn der Woche die niederschmetternde Nachricht von dem bevorstehenden Aus. „Wir waren alle ziemlich geschockt“, sagte Filialleiterin Martina Deppenkemper aus Soest, in dessen Innenstadt künftig der Gerry-Weber-Store fehlen wird. „Auch darüber, dass so viele Filialen geschlossen werden.“ Auch im Ruhrgebiet trifft es zahlreiche Standorte von Gerry Weber.
Gerry Weber: Welche Filialen in NRW bis September 2023 schließen
Diese Standorte von Gerry Weber in NRW werden geschlossen:
- Aachen
- Ahlen
- Bad Driburg
- Bad Münstereifel, Outlet
- Bad Salzuflen
- Bochum (2)
- Bergheim
- Castrop-Rauxel
- Dinslaken
- Dortmund, Hörde
- Düsseldorf, Nordstraße
- Eschweiler
- Geldern, TAIFUN-Store
- Gelsenkirchen, Buer
- Goch
- Gronau, TAIFUN-Store
- Herne
- Hilden
- Kamp-Lintfort
- Langenfeld
- Lengerich
- Lünen
- Marl, Outlet
- Menden, TAIFUN-Store
- Meschede
- Mettmann, Königshof
- Mönchengladbach, Rheydt
- Mülheim (2)
- Oberhausen, Bero Center
- Ratingen
- Schwelm
- Soest
- Warendorf, TAIFUN-Store
- Wuppertal
Alle Schließungen werden bis Ende September erfolgen, wobei die jeweils letzten Verkaufstage laut Gerry Weber noch nicht feststehen.
Kunden in vielen NRW-Städten müssen sich also umstellen, härter treffen die Absichten des Mode-Unternehmens jedoch die Mitarbeitenden. Rund 350 Vollzeitarbeitsplätze werden durch die Schließungen wegfallen. Weitere 75 Stellen sollen in den Zentralbereichen in Halle/Westfalen gestrichen werden.
Erst vor gut drei Jahren hatte Gerry Weber schon einmal mithilfe eines Insolvenzverfahrens vor dem Aus gerettet werden müssen. In diesem Zuge gab es schon damals eine Schließungswelle. 120 Läden wurden dichtgemacht, davon waren etwa 450 Jobs betroffen.
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