Viele NRW-Schließungen
Gerry Weber schließt Filialen – Standorte in Oberhausen und Mülheim betroffen
Die Modemarke Gerry Weber wird etliche NRW-Filialen schließen. Darunter auch Geschäfte in Oberhausen oder Mülheim – und das bereits in wenigen Monaten.
Oberhausen/Mülheim an der Ruhr – Nach großen finanziellen Problemen steht beim Modekonzern Gerry Weber eine echte Schließungswelle an. Ganze 122 von bundesweit bisher 171 Filialen sollen geschlossen werden – dutzende davon in Nordrhein-Westfalen. So müssen unter anderem die Geschäfte in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr bereits in wenigen Monaten dichtmachen. Aber auch weitere Standorte in der Region sind betroffen.
Schließungen bei Gerry Weber: Welche Filialen im Ruhrgebiet betroffen sind
- Bochum (Ruhr Park)
- Bochum-Wattenscheid
- Castrop-Rauxel
- Dortmund-Hörde
- Gelsenkirchen-Buer
- Herne
- Marl (Fashion Outlet)
- Mülheim an der Ruhr (Forum City)
- Mülheim an der Ruhr (RheinRuhr-Zentrum)
- Oberhausen (Bero Center)
- Hinweis: Bei der Liste handelt es sich nur um eine Auswahl
Nach der Kahlschlag-Ankündigung hat Gerry Weber auf Anfrage von wa.de weitere Details zu den Schließungs-Standorten bekannt gegeben. In den kommenden Monaten sollen fast 40 NRW-Filialen des Modekonzerns geschlossen werden, teilte eine Sprecherin mit. Neben den Standorten im Ruhrgebiet sind auch Geschäfte aus anderen Großstädten wie Wuppertal oder Düsseldorf betroffen.
Mit den vielen Filialschließungen gehen auch etliche Entlassungen einher. Über 400 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Das hat unter anderem die Mitarbeitenden des Gerry Weber-Geschäfts in Soest hart getroffen. „Wir waren alle ziemlich geschockt“, sagt Filialleiterin Martina Deppenkemper. „Auch darüber, dass so viele Filialen geschlossen werden.“ In NRW werden zukünftig nur noch wenige Standorte des Modekonzerns übrig bleiben. Unter anderem in Köln, Bonn oder Halle/Westfalen. Die Situation bei der Filiale in Münster ist derweil noch unklar. Dort laufen laut Unternehmensangaben noch Gespräche mit dem Vermieter.
Wann sollen die Filialen von Gerry Weber geschlossen werden?
Als Teil des aktuell laufenden Sanierungsverfahrens wird Gerry Weber den Betrieb der betroffenen Filialen ziemlich schnell einstellen. „Alle Schließungen werden bis Ende September erfolgen, wobei die jeweils letzten Verkaufstage noch nicht feststehen“, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber wa.de.
Nach finanziellen Problemen hatte Gerry Weber bereits im April 2023 erneut Insolvenz angemeldet. Bereits vor rund drei Jahren hatte der Modekonzern in einer sehr ähnlichen Situation gesteckt. Damals wurden ebenfalls 120 Geschäfte dichtgemacht und 450 Mitarbeitende entlassen. (os)
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