„Wo geht es nach Panama?“

Welchen geheimen Code Sie während der EM unbedingt kennen sollten

Das Stadtgebiet von Dortmund wird während der Fußball-EM voll sein. Wer sich dadurch unsicher fühlt, kann sich mit einem bestimmten Satz an Sicherheitskräfte wenden.

Dortmund – Mehrere Millionen Menschen werden zur Fußball-EM in den deutschen Stadien erwartet. Einige Turnierspiele werden in NRW ausgetragen, allein der Dortmunder Signal-Iduna-Park ist Schauplatz von sechs EM-Partien. Rechnet man die vielen Fanevents, Public Viewings und den damit einhergehenden Alkoholkonsum mit ein, muss man mit regem Treiben im Stadtgebiet rechnen. Als Anwohner oder Besucher kann man sich da schonmal unsicher fühlen. Ein Satz soll in der Ruhrgebietsstadt dabei helfen, ohne Umwege oder Rückfragen Hilfe zu bekommen: „Wo geht es nach Panama?“

„Wo geht es nach Panama“: Code-Satz wird während der Fußball-EM zum Hilferuf

Egal, ob der Kreislauf nicht mitmacht, ob jemand einem zu nahe kommt oder ob man sich aus einem anderen Grund unsicher fühlt: Wer sich mit dem Satz „Wo geht es nach Panama?“ an Sicherheitskräfte wendet, bekommt schnelle und unkomplizierte Hilfe, heißt es in einer Mitteilung. Auch an die sogenannten Dortmund Guides, die beispielsweise bereits bei der Silvester-Party der Stadt Dortmund im Einsatz waren, kann man sich während der Fußball-EM mit dem Satz wenden. Darauf haben sich die Guides in Absprache mit der UEFA und dem Euro-Beauftragten Martin Sauer geeinigt.

Dortmund Guides

Die Dortmund Guides sind seit mehr als zwei Jahren in der Ruhrgebietsstadt im Einsatz. Egal, ob in der Innenstadt, am Dortmunder U oder im Westpark: Sie moderieren, deeskalieren und sorgen für Sicherheit auf öffentlichen Flächen.

Quelle: Stadt Dortmund

Der Sicherheits-Code ist bereits von anderen Großveranstaltungen bekannt. So gilt der Satz seit 2021 als Hilferuf bei Spielen von Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park sowie auf dem „Hurricane“-Festival im niedersächsischen Scheeßel. Während der Fußball-EM wird das Konzept auch beim Public Viewing im Westfalenpark, in der Fanzone auf dem Friedensplatz sowie auf den öffentlichen Plätzen in der Dortmunder Innenstadt angewandt. Zudem werden in den Fanzonen „Safer Spaces“ eingerichtet. Auch das TeeMobil „Meet & Tea“ dient während des Turniers als Anlaufstelle für Hilfesuchende.

Code-Satz bleibt auch nach der Fußball-EM in der Dortmund bestehen

Bis zu 50 der Guides sind während der Fußball-EM im Einsatz, 30 Mitarbeitende wurden eigens für das größte Sportevent des Jahres eingestellt. Insgesamt sprechen die Helfer 15 Sprachen, damit auch Gäste aus dem Ausland schnell und unkompliziert Unterstützung erhalten können. „Die Guides werden während der EURO 2024 täglich mit verschiedenen Teams unterwegs sein. Sie sind wie gewohnt Ansprechpartner, Begleiter und nun auch als Awareness-Teams auf den Flächen unterwegs“, wird Chris Stemann, Dortmunds Nacht- und Awareness Beauftragter, in der Mitteilung zitiert.

Inmitten von vielen Menschen kann einem beim Public Viewing schonmal unsicher werden – ein Satz verspricht Hilfe. (Archivbild)

Auch nach dem Ende der Fußball-Europameisterschaft soll das „Panama“-Konzept erhalten bleiben, beispielsweise bei Großveranstaltungen der Stadt. „Wir werden jetzt vier Wochen lang die Chance nutzen, aus den Erkenntnissen zu lernen, um den Ansatz besser zu machen. Wir leben eine offene Fehlerkultur“, so Stemann. Auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) zeigt sich begeistert von dem neuen Konzept rund um die Dortmund Guides: „Wir starten hier ein echtes Pionierprojekt – noch nie hat das Thema Awareness diese Größenordnung erreicht.“ (maga)

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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