Filiale in NRW

Insolvenz: Wie es für Galeria Karstadt Kaufhof in Dortmund weitergeht

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat erneut Insolvenz angemeldet. So geht es jetzt mit der Filiale in Dortmund weiter.

Dortmund - Die Warenhauskette Galeria Karstadt hat am Dienstag, 9. Januar, erneut Insolvenz beantragt. Beim Amtsgericht Essen wurde der Insolvenzantrag gestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Demnach sucht Galeria einen neuen Eigentümer. Gespräche mit potenziellen Investoren seien bereits angelaufen. Eine Fortführung von Galeria Karstadt Kaufhof sei das Ziel. Was mit den gut 90 Warenhäusern und mehr als 15 000 Beschäftigten passiert, ist noch unklar.

Nach Insolvenzbeantragung: Wie geht es für Galeria Karstadt Kaufhof in Dortmund weiter?

Eine Filiale der Kaufhauskette befindet sich in Dortmund. Wie es mit der Filiale in Nordrhein-Westfalen weitergeht, stehe jedoch noch in den Sternen. Der Dortmunder Betriebsratschef von Galeria, Joffrey Kallweit, erklärt am Montagnachmittag, 8. Januar, im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten: „Ich habe erst vor einer Dreiviertelstunde aus den Medien von einer bevorstehenden Insolvenzanmeldung erfahren. Ich habe keine Ahnung, wo die Reise jetzt hingehen soll.“

Galeria Karstadt Kaufhof gehört zur Signa-Firmengruppe des österreichischen Immobilien-Investors René Benko. Laut Kallweit gab es bereits Meldungen über Turbulenzen im Firmenimperium. Allerdings spricht Kallweit auch von einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft und guten Gesprächen über mögliche Veränderungen. Aus der Presse von der Insolvenz zu erfahren, sei keine jedoch schöne Erfahrung.

Die Filiale von Galeria Kaufhof Karstadt in Dortmund steht vor einer ungewissen Zukunft.

Galeria Karstadt Kaufhof in Dortmund – Zukunfsperspektiven wurden besprochen

Auch Heike Marzen, Wirtschafsförderin aus Dortmund, sprach mit den Ruhr Nachrichten über die Hiobsbotschaft. Vor Weihnachten hieße es vom Konzernchef im Rahmen des Deutschen Städtetages noch, „dass man operativ an fast allen Standorten mehr oder weniger profitabel sei“. Auch von Zukunftsperspektiven soll die Rede gewesen sein.

Lässt sich die Filiale in Dortmund noch retten? Laut Marzen ginge das nur mit einem Investor oder indem man Galeria Karstadt Kaufhof in einer anderen Warenhausgesellschaft aufgehen lasse. Beides sei jedoch schwierig – vor allem in der jetzigen, krisenbehafteten Zeit. Cityring-Vorsitzender Tobias Heitmann befürchtet, dass Karstadt in Dortmund diesmal wohl endgültig nicht mehr zu retten sei. Torben Seifert, Cityring-Mitglied und Chef der Thier-Galerie, spricht von einem „deutlichen Frequenz- und Attraktivitätsverlust für Dortmund“, wenn die Filiale in Dortmund dichtmacht. In Münster könnte es nach der Galeria-Insolvenz derweil daruas hinauslaufen, dass eine der beiden Filialen schließen wird.

Es bleibt abzuwarten, wie es mit der Filiale weitergeht

Kallweit drücke die Daumen. „Ich bin überzeugt: Wwenn man ein Warenhaus mit Liebe und Verstand führt und es regional besser ufstellt, dann kann es funktionieren“, erklärt er. Der Betriebsratschef bliebe gespannt, wann und wie er offiziell über den Insolvenzantrag erfahren wird.

Mitte Januar schließt die Kaufhof-Filiale in Wuppertal. Bis zuletzt hatte sich die Stadt um eine Rettung bemüht. Aber das Gebäude wird nun leer stehen.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa

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