Wahl am Sonntag
Es gibt eine Neuerung: So funktioniert die Europawahl 2024 in NRW
Parteien, Wahlkampf, Stimmzettel: Am Sonntag, 9. Juni, ist Europawahl. 2024 gibt es eine Neuerung. Was Wähler in NRW rund um die Wahl wissen sollten.
Hamm - Zum zehnten Mal wird das Europäische Parlament (EU-Parlament) gewählt. Die Wahl findet alle fünf Jahre statt. 2024 ist es wieder so weit. Der Termin ist der Sonntag, 9. Juni. Dann dürfen in ganz Deutschland alle Wahlberechtigten ihr Kreuz auf dem Stimmzettel setzen. Die Möglichkeit dazu haben sie im Zeitraum von 8 bis 18 Uhr.
So funktioniert die Europawahl 2024 in NRW – Es gibt eine Neuerung
Wahlberechtigt in NRW sind EU-Staatsbürger, die in Deutschland wohnen, sich seit mindestens drei Monate in der EU aufhalten und im Wählerverzeichnis eingetragen sind. Zum ersten Mal dürfen dabei auch 16- und 17-Jährige wählen. In den Jahren zuvor mussten die Wähler volljährig sein. Für die teilnehmenden Kandidaten gilt weiterhin das Mindestalter von 18 Jahren.
Wer wählen darf, hat in den Wochen zuvor per Post eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Um an der Wahl teilzunehmen, gibt es zwei Wege: im Wahllokal oder per Briefwahl. Die Adresse für das zuständige Wahllokal ist auf der Wahlbenachrichtigung vermerkt. Am Tag der Wahl müssen die Wähler sowohl die Wahlbenachrichtigung als auch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorweisen. Jeder wählt für sich persönlich in einer Wahlkabine. Der Stimmzettel muss anschließend so gefaltet werden, dass niemand erkennen kann, was gewählt wurde. Bei jedem Stimmzettel ist die rechte obere Ecke gelocht, damit auch sehbehinderte Menschen - mit Hilfe einer Schablone - wählen können.
Wer sich für eine Briefwahl entscheidet, kann den Wahlschein und die Unterlagen bis Freitag, 7. Juni, 15 Uhr, beantragen. Bei einer nachgewiesenen Erkrankung oder sonstigen besonderen Fällen kann die Frist bis Sonntag, 9. Juni, 15 Uhr, verlängert werden. Abgabe ist jeweils Sonntag, 9. Juni, bis 18 Uhr.
Europawahl 2024 in NRW: Wie genau funktioniert die Wahl
Gewählt wird nach dem Verhältniswahlrecht. Das bedeutet: Jeder Wähler hat eine Stimme und darf somit nur ein Kreuz setzen. Zur Wahl stehen 34 Parteien, die jeweils eine geschlossene Liste ihrer Kandidaten eingereicht haben. Geschlossen bedeutet, dass die Wähler die Reihenfolge der Kandidaten nicht beeinflussen können. Unterteilt wird hier zwischen Bundes- und Landeslisten. Die Bundeslisten sind länderübergreifende Wahlvorschläge der Parteien, während die Landeslisten individuelle Vorschläge für die Bundesländer beinhalten.
Die CDU hat sich als einzige Partei für eine Landesliste entschieden. Spitzenkandidat in NRW ist Dr. Hans-Peter Liese. Nationale Spitzenkandidatin ist Ursula von der Leyen, auch wenn sie auf keiner Liste zu finden ist. Die weiteren Parteien haben sich für gemeinsame Listen entschieden. Insgesamt stehen Deutschland 96 von 720 Abgeordneten-Sitze im EU-Parlament zu. Die 96 Sitze werden auf die Parteien verteilt, entsprechend dem Verhältnis zu den erreichten Wählerstimmen.
Folgende Parteien können gewählt werden:
- Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
- Alternative für Deutschland (AfD)
- DIE LINKE (DIE LINKE)
- Freie Demokratische Partei (FDP)
- Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
- FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)
- PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
- Ökologisch-Demokratische Partei, Die Naturschutzpartei (ÖDP)
- Familien-Partei Deutschlands (FAMILIE)
- Volt Deutschland (Volt)
- Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
- MERA25 - Gemeinsam für Europäische Unabhängigkeit (MERA25)
- Die Heimat (HEIMAT)
- Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL (TIERSCHUTZ hier!)
- Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung (Verjüngungsforschung)
- Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG)
- Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C)
- Partei der Humanisten (PdH)
- Menschliche Welt, für das Wohl und Glücklichsein aller (MENSCHLICHE WELT)
- Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
- Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
- Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (SGP)
- Aktion Bürger für Gerechtigkeit (ABG)
- Basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis)
- BÜNDNIS DEUTSCHLAND (BÜNDNIS DEUTSCHLAND)
- Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit (BSW)
- Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch (DAVA)
- Klimaliste Deutschland (KLIMALISTE)
- Parlament aufmischen – Stimme der Letzten Generation (LETZTE GENERATION)
- Partei der Vernunft (PDV)
- Partei des Fortschritts (PdF)
- V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)
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