In der Zeche Zollverein

Rekord-Rolltreppe: Die höchste frei stehende Rolltreppe Deutschlands steht in NRW

Die Rolltreppe der Zeche Zollverein Essen ist die höchste frei stehende Rolltreppe in Deutschland. Sie ist die einzige Verbindung zur ehemaligen Kohlewäsche.

Essen – NRW hat viele Sehenswürdigkeiten, viele bieten sich als Ausflugsziele etwa fürs Wochenende an. Auch die Zeche Zollverein in Essen zieht jedes Jahr viele Besucher an. Das Bauwerk ist Unesco-Weltkulturerbe, auf dem Gelände der Zeche gibt es nicht nur exklusive Einblicke in die Industriegeschichte der Region, sondern auch eine weitere Sehenswürdigkeit – mit Rekordcharakter: die höchste frei stehende Rolltreppe Deutschlands.

Rolltreppe in der Zeche Zollverein in Essen ist die höchste Rolltreppe Deutschlands

Die Rolltreppe der Zeche Zollverein in Essen ist die längste freistehende Rolltreppe Deutschlands (Archivfoto).

Viele Besucher der Zeche Zollverein nutzen die Rolltreppe, um in die ehemalige Kohlewäsche zu kommen. Denn ohne Rolltreppe wäre dieser Teil der Ausstellung nicht erreichbar. Früher wurde hier die geförderte Kohle von Bestandteilen wie Gestein getrennt. Einen Eingang zur ehemaligen Kohlewäsche gab es früher nicht. Und so baute man 2006n für das dort ansässige Ruhrmuseum vom Boden aus eine gigantische Rolltreppe.

Mit zwei Gangways (jeweils 250 Stufen) und einer Länge von 58 Metern war die Rolltreppe bis zur Eröffnung der Rolltreppe in der Hamburger Elbphilharmonie laut dem Rolltreppenhersteller Schindler die längste Fahrtreppe Deutschlands. Seither ist die Rolltreppe „nur noch“ die höchste frei stehende Rolltreppe Deutschlands. Eine Fahrt damit dauert rund 90 Sekunden, so Schindler.

Rolltreppe in der Zeche Zollverein Essen

Anzahl der Stufen: 250

Länge: 58 Meter

► Anzahl der Gangways: zwei

Eröffnung: 19. August 2006

Für den Transport der Rolltreppenteile musste Luft aus einem Schwertransport gelassen werden

Eröffnet wurde das Bauwerk im August 2006. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Vor allem der Transport einzelner Teile der Rolltreppe gestaltete sich schwierig. So wurden die Teile der Fahrtreppe mit einem Schwertransporter vom damaligen Hamburger Thyssen Krupp Fahrtreppen-Werk nach Essen gebracht. Auf den letzten Kilometern musste dann sogar Luft aus den Reifen des Transporters gelassen werden, damit die Teile der Rolltreppe unter einer Bahnlinie durchpassten. Am 19. August 2006 eröffnete dann der damalige Oberbürgermeister der Stadt Essen, Wolfgang Reiniger, die Rolltreppe.

Die Rolltreppe zur ehemaligen Kohlewäsche erstreckt sich auf einer Länge von 58 Metern (Archivfoto).

Ruhrmuseum Essen zeigt Geschichte des Ruhrgebiets mit über 6.000 Exponaten

Im Ruhrmuseum selbst bekommen Besucher bis heute detailreiche Einblicke in die Geschichte des Ruhrgebiets. In einer Dauerausstellung zeigen 6.000 Exponate die Geschichte der Industrieregion. Von der Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren bis hin zum heutigen Strukturwandel zur Metropole Ruhr. „Die Ausstellung verbindet Natur- und Kulturgeschichte und präsentiert Mythen, Bilder und Phänomene des Reviers, die ungeheuren Dimensionen der Erdgeschichte, die lange Geschichte der Industrialisierung ebenso wie ihre Folgen und zukünftige Perspektiven“, so die Zeche Zollverein.

Ruhrmuseum in der Zeche Zollverein Essen: Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Ausstellungen

Wer das Ruhrmuseum auf dem Gelände der Zeche Zollverein besuchen möchte, kann dies zu folgenden Zeiten tun:

  • Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
  • Am 24., 25. und 31. Dezember bleibt das Ruhrmuseum geschlossen

Je nachdem, welcher Teil des Museums besucht wird, liegen die Eintrittspreise für Erwachsene zwischen fünf und zehn Euro. Besucher unter 18 Jahren haben im Ruhrmuseum dagegen freien Eintritt. Aktuell gibt es im Ruhrmuseum die Ausstellung „Mythos und Moderne. Fußball im Ruhrgebiet“ zu sehen. Dabei zeigen das Ruhrmuseum und das deutsche Fußballmuseum in Dortmund Fotos aus der Vergangenheit des Fußballs in der Region. In Essen können Fußballfans Erinnerungen an das einstige Grugastadion ebenfalls nur durch auf Fotos aufleben lassen. Denn das ehemalige Stadion im Grugapark wurde bereits 2001 abgerissen. (jr)

Rubriklistenbild: © zoonar/imago

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