Projekt in Testphase
Schluss mit Elterntaxi-Chaos – Straße vor Schulen wird gesperrt
Jeden Tag bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Dabei entstehen auch gefährliche Situationen. In Essen gibt es an zwei Schulen nun Konsequenzen.
Essen – Von Montag bis Freitag sind vor den Eingängen vieler Schulen des Landes unzählige Autos zu sehen. Kinder steigen morgens aus, nachmittags wieder ein. Sogenannte Eltern-Taxis auf den Straßen sorgen bisweilen für Stau und gefährliche Situationen. In Essen haben Schulen nun Maßnahmen ergriffen. In einem Projekt mit der Uni Duisburg-Essen wird dort nun eine Straße, an der Schulen liegen, zeitweise gesperrt.
Elterntaxis sorgen für Chaos: Schulen in Essen-Holsterhausen sperren Straßen
Konkret betrifft die Maßnahme die Bardelebenstraße in Essen-Holsterhausen. Diese soll zweimal am Tag zu einer sogenannten Schulstraße werden. „Hintergrund des Projektes ist die durch die hohe Mobilität von insgesamt rund 1.800 Schülerinnen und Schülern von der Bardelebenschule und dem angrenzenden Gymnasium B.M.V. erzeugte unübersichtliche Verkehrssituation in der Bardelebenstraße zu Schulbeginn morgens und nachmittags zu Schulende“, heißt es von der Stadt dazu. Und weiter: „Insbesondere durch sogenannte „Eltern-Taxis“, die trotz Halteverbot anhalten oder parken, um die Kinder abzusetzen, beziehungsweise wieder einzusammeln, entstehen unter anderem Sichtbehinderungen.“ Die mache die nur knapp 200 Meter lange Bardelebenstraße zu einem gefährlichen Schulweg.
Ab Montag (4. September) wird die Straße nun für die Eltern-Taxis gesperrt. Gesperrt wird morgens vor dem Unterricht und nachmittags nach Schulende. Die Kinder zur Schule zu fahren, ist allerdings nicht gänzlich verboten. Denn in der Umgebung der Schulen werden während den Straßensperrungen sogenannte „Elternhaltestellen“ eingerichtet, zwei im Bereich der Holsterhauser Straße und eine an der Virchowstraße. Dort können Eltern ihre Kinder absetzen, die den Rest dann zu Fuß gehen können. Eine ähnliche Lösung hatte zuvor auch der ADAC für Elterntaxis empfohlen.
Elterntaxi-Projekt läuft sechs Monate – auch in Gladbeck wird getestet
Das Projekt soll zunächst sechs Monate lang laufen. Danach wollen die Schulen und die Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen auswerten, welche Effekte durch die Straßensperrungen erzielt wurden. Auch in Gladbeck soll demnächst die Straße vor einer Grundschule probeweise gesperrt werden. (jr)
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