Unternehmen insolvent
Esprit meldet Insolvenz an – was das für die Filialen in NRW bedeutet
Der Modekonzern Esprit steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Insolvenzanträge wurden gestellt. Gespräche mit einem potenziellen Investor laufen.
Ratingen - Schwere Zeiten für die Modekette-Esprit: Das Unternehmen mit Hauptzentralen in Ratingen in NRW und in Hongkong hat einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Ein Investor könnte den Modekonzern jetzt aus seiner schwierigen Lage retten. Wie geht es vorerst mit den Filialen in NRW weiter?
Esprit meldet Insolvenz: Auswirkungen auf Filialen in NRW
Esprit habe für seine Obergesellschaft, die Esprit Europe GmbH, sowie sechs weitere deutsche Töchter Anträge auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Die Rechtsanwälte Christian Gerloff und Christian Stoffler sollen nun die Leitung übernehmen. Die bisherige Geschäftsführerin Man Yi Yip wird laut Unternehmensmeldung den Modekonzern verlassen. Ziel sei es zunächst, den Modekonzern zu sanieren. Esprit habe „seit geraumer Zeit unter sinkenden Umsätzen“ gelitten, sagt Christian Gerloff.
Das Ziel ist, das hauptsächlich in Deutschland geführte europäische Geschäft zu restrukturieren und zukunftssicher zu machen, teilt das Unternehmen mit. Es wurden bereits Gespräche mit einem potenziellen Finanzinvestor geführt. Die Verhandlungen über den Kauf der Markenrechte für Europa seien weit fortgeschritten.
In NRW gibt es zahlreiche Esprit-Filialen, einige Städte haben sogar gleich mehrere Geschäftsstandorte der insolventen Mode-Kette:
Was bedeutet der Insolvenz-Antrag nun für die Filialen in NRW und anderswo in Deutschland? Der Geschäftsbetrieb soll bis auf Weiteres fortgeführt werden, heißt es in der Mitteilung. Die ungefähr 1500 Mitarbeiter sollen demnach bereits informiert worden sein.
Auch anderen Unternehmen aus NRW geht es schlecht. Der Möbel-Riese Hülsta meldete zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren Insolvenz an.
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