An der Möllerbrücke
Bruchbude mitten in Dortmund verwandelt sich in Luxushaus: Der Preis hat es in sich
In Dortmund stand ein Haus in bester Lage zum Teil lange leer. Nun wurde es stark renoviert und beinhaltet bald Luxuswohnungen. Der Mietpreis jedenfalls hat es in sich.
Dortmund – Jahrelang stand ein Haus in bester Lage direkt im belebten Dortmunder Kreuzviertel größtenteils leer – inklusive großer Ladenlokalfläche im Erdgeschoss. Wirklich ansehnlich war der eigentlich schöne Altbau nicht mehr – doch das hat sich geändert. Die Bruchbude von einst, direkt an der Möllerbrücke, verwandelt sich in ein Luxushaus. Der Preis dürfte einige Mietinteressenten allerdings verschrecken.
Bruchbude mitten in Dortmund jetzt Luxushaus: Der Preis hat es in sich
Immobilienmakler Dr. Leonard Sträter, Geschäftsführer der casa sogno GmbH, hat sich das Objekt an der Lindemannstraße in der Nähe des Dortmunder Westparks vor einiger Zeit gesichert und aufwendig renovieren lassen. Mittlerweile nimmt das Bauvorhaben immer mehr Gestalt an und neigt sich dem Ende entgegen. „Ich gehe derzeit davon aus, dass das Gebäude im Frühjahr 2025 bezogen werden kann“, sagt Sträter auf wa.de-Nachfrage.
Die meisten Arbeiten dürften in den kommenden Wochen und Monaten eher im Innern stattfinden. Ein Glasaufzug soll eingebaut werden, neue Wand- und Bodenbeläge sind geplant, ebenso neue Türen, die Bäder sollen noch gemacht werden, auch die Elektrik und vieles mehr. Sträter und sein Team krempeln das Haus in Dortmund komplett um.
Gebäude an der Möllerbrücke in Dortmund wurde saniert
„Das Gebäude wurde nach den Kriterien eines sogenannten Energie-Denkmals saniert und wird zukünftig über eine energiesparende Wärmepumpe in Kombination mit Fußbodenheizung beheizt“, sagt Sträter, der generell im Kreuzviertel recht umtriebig ist und viele ähnliche Projekte vorantreibt. Er ergänzt: „Zudem gibt es einen Aufzug über alle Etagen. Im Innenhof werden neue, große Balkone mit Süd/Westausrichtung angebaut.“ Er preist den „Neubaustandard mit dem Flair eines Altbaus in einer der begehrtesten Wohnlagen Dortmunds“ an – und würde sich diesen auch entsprechend bezahlen lassen.
Zwar sei bislang noch nicht entschieden, ob die neuen Wohnungen an der Lindemannstraße 1 verkauft oder vermietet werden. Aber einen möglichen Quadratmeter-Preis konnte Sträter trotzdem schon ausrufen. Der hat es in sich. „Sollten die Wohnungen vermietet werden“, so Sträter, „wird die Miete voraussichtlich 15 bis 16 Euro pro Quadratmeter betragen“.
Teure Wohnungen an der Lindemannstraße in Dortmund
Zum Vergleich: Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter liegt in NRW aktuell bei 10,02 Euro – wobei hier natürlich auch immer Lage und Ausstattung der Wohnung berücksichtigt werden muss. In vergleichbarer Lage liegt er in Dortmund aber eigentlich im Durchschnitt auch nur bei 9,98 Euro pro Quadratmeter. Eine Wohnung im besagten Haus – das auch nicht weit entfernt vom beliebten Westfalenpark mit dem Florianturm ist – werden sich daher wohl nur die wenigsten leisten können. Doch nicht nur Wohnungen stehen zur Verfügung.
Unten befindet sich ein geräumiges Ladenlokal. Zuletzt war dort ein Sonnenstudio ansässig, lange stand es aber leer. Jetzt werden Interessenten gesucht. Dem Vernehmen nach war mal von einer Weinbar die Rede. Das scheint sich zerschlagen zu haben – ist aber auch nicht ganz vom Tisch. Sträter: „Es ist eine gastronomische Nutzung oder eine Einzelhandelsnutzung vorgesehen.“ Wer Interesse hat, solle sich bei ihm melden. Es gibt allerdings eine Einschränkung: „Ausdrücklich nicht erwünscht ist ein Schnellimbiss oder Kiosk.“
Der Westfalenpark soll derweil ebenfalls aufgehübscht werden. Der zentrale Platz „An den Wasserbecken“ wird daher komplett umgestaltet. Es gibt Kritik an der Neugestaltung.
