„Zeitgeist“
Gastronomie am Alten Markt geschlossen: Dortmund kämpft gegen Leerstand
Auf dem Alten Markt in Dortmund gibt es viele Gastronomie-Betriebe. Wer Durst und Hunger in der Innenstadt verspürt, hat nun eine Option weniger.
Dortmund – Ein richtiges Ausgehviertel hat Dortmund im Gegensatz zum Nachbarn Bochum (NRW) mit dem Bermuda-Dreieck nicht. Das belebte Kreuzviertel bietet zwar eine Reihe von Bars und Kneipen – darunter zwei Gaststätten von BVB-Legende Kevin Großkreutz. Vergleichbar ist es trotzdem nicht. Am ehesten kommt da noch der Alte Markt in der Innenstadt heran. Doch ausgerechnet im Herzen von Dortmund klafft nun eine Gastro-Lücke. Ein Ladenlokal steht leer.
Nicht nur Fußball-Fans nutzen den Alten Markt in Dortmund
Gerade bei Fußball-Fans ist der Alte Markt beliebt. Hier trifft man sich vor den Heimspielen von Borussia Dortmund, zuletzt gab es im Rahmen der Champions-League-Partie gegen PSV ein Fan-Fest für die Gäste aus Eindhoven. Aber auch Menschen, die nichts mit dem Fußball zu tun haben, nutzen den Alten Markt mit seinen zahlreichen Gastronomie-Betrieben gerne, um zu verweilen und das eine oder andere Kaltgetränk zu genießen. Seit geraumer Zeit haben sie allerdings eine Option weniger.
Das „Zeitgeist“, ehemals bekannt als „Thüringer“ bzw. „Gaudi-Alm“, ist dicht, das Gebäude sogar eingerüstet. Gegenüber den Ruhr Nachrichten bestätigte die für das Gebäude zuständige Immobilienfirma, dass die Betreiber Insolvenz angemeldet hätten. Wie es weitergeht, ist noch nicht klar, man sei in Gesprächen „mit einem potenziellen Nachmieter“.
Gastronomie-Betriebe kämpfen mit Problemen
Generell haben es Gastronomen derzeit schwer. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer, steigende Preise, fehlendes Personal sind Gründe. Es gibt noch mehr. „Die Gründe, warum ein Geschäft oder eine Gastronomie aufgibt, sind sehr unterschiedlich“, erklärt dazu die Stadt Dortmund auf wa.de-Nachfrage. Ihr liegt viel daran, Leerstände in der City zu vermeiden. Mit einem gewissen Stolz betont ein Sprecher daher: „In städtischen Gebäuden gibt es keine Leerstände von Ladenlokalen, weil sich die Stadt bei einem Mieter-Wechsel immer schnell um die Nachfolge bemüht.“
Damit der Standort Dortmund attraktiv ist, bietet die Stadt zudem Hilfe. „Die Stadt - allen voran die Wirtschaftsförderung - bietet aktiv Beratung an“, erklärt ein Sprecher. Zudem hat Dortmund eine neue Stelle geschaffen: Es gibt jetzt ein Citymanagement.
„Aufgabe des neuen Citymanagements ist es in erster Linie, Ansprechpartner und Schaltzentrale zu sein. Das bedeutet: vernetzen, koordinieren, zusammenbringen. Das funktioniert nur, wenn alle, auch die privaten Akteure, mitmachen“, sagt der Sprecher der Stadt Dortmund. Damit auch in Zukunft im Herzen von Dortmund zahlreiche Gastronomiebetriebe für Gäste aus nah und fern vorhanden sind.
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