Wetter-Prognose

Gewitter und Starkregen am Sonntag: CSD und Bochum Total wurden unterbrochen

Das heiße Wochenende endete ungemütlich: An vielen Orten in NRW kam es am Sonntag zu Regen, Gewitter und Sturmböen. Der DWD gab sogar eine Unwetterwarnung raus.

Update 20.30 Uhr: In der Nacht zu Montag gibt es laut DWD noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für Gewitter mit Starkregen. Der Montag soll dann in NRW sommerlich warm und heiter bis wolkig werden. Es kann vereinzelt zu Schauern kommen.

Update, 19.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung, die für große Teile von NRW gegolten hatte, mittlerweile aufgehoben.

Nach Hitze kamen Blitze: Unwetter in NRW legen CSD in Köln lahm

Update, 18.25 Uhr: Der Christopher Street Day in Köln kann weitergehen. Laut Deutscher Presse-Agentur ist das Programm auf dem Heumarkt wieder aufgenommen worden. Aufgrund der Unwetterwarnung für NRW haben die Veranstalter das Bühnenprogramm unterbrochen. Auch die Stände hatten geschlossen. Die Parade zog derweil durch die Stadt, hier kam es zu keinen Unterbrechungen. Jetzt kann der CSD Köln wie geplant weitergehen.

Update, 17.45 Uhr: Das Bühnenprogramm auf dem CSD in Köln wurde aufgrund des Wetters unterbrochen. Das berichten die Veranstalter auf den sozialen Medien. Die Besucher sollen sich nicht unter Bäumen aufhalten und sichere Bereiche aufsuchen, wie beispielsweise umliegende Gastronomien. Der Veranstalter möchte zeitnah weitere Informationen geben.

Update, 16.50 Uhr: Die Warn-App Nina hat nun auch eine Warnung an alle Nutzer herausgeschickt. Gewarnt wird vor schwerem Gewitter sowie heftigem Starkregen und Hagel. Die Warnung gilt für die Zeit von 17 Uhr bis 18 Uhr und betrifft einen großen Teil von NRW.

Unwetter-Gefahr in NRW: Konzerte bei „Bochum Total“ abgesagt

Man solle möglichst den Aufenthalt im Freien vermeiden. Auch sollten Fenster und Türen geschlossen gehalten und Gegenstände im Freien gesichert werden. Weiter heißt es in der App: „Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.“ Auch sind Überflutungen von Kellern oder Straßen denkbar, örtlich können Flüsse und Bäche überlaufen.

[Erstmeldung] Hamm - Nordrhein-Westfalen schwitzt! Am Wochenende klettern die Temperaturen in nahezu jeder Region über die 30-Grad-Marke. Während am Samstag (8. Juli) bis auf einzelne Hitzegewitter überall noch das Wetter genossen werden konnte, muss am Sonntag (9. Juli) örtlich mit schweren Gewittern gerechnet werden. Die Unwetter-Gefahr steigt. Darauf reagieren jetzt auch die Veranstalter der Stadtfests „Bochum Total“. Wie unter anderem auf dem Facebook-Kanal des Events zu lesen ist, fallen die Konzerte um 17 Uhr und um 18.15 Uhr aus.

Ob das zweite Juli-Wochenende am Ende wirklich einen Hitze-Rekord 2023 für NRW bereithält, bleibt abzuwarten. Bereits am Samstag kletterten die Temperaturen auf über 30 Grad, der Sonntag ist bislang noch heißer. Schon am Samstag gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine flächendeckende Warnung vor Hitze in Deutschland heraus. Die Rede war von einer starken Wärmebelastung bis zu einer Höhe von 400 Metern.

Unwetter-Gefahr in NRW: Schwergewitterlage mit Starkregen und Sturmböen

Aber: „Die Luft wird zunehmend schwüler“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Der Diplom-Meteorologe warnt vor einer steigenden Unwetter-Gefahr am Sonntag. Treffen werde es vor allem den Westen, also Nordrhein-Westfalen. Jung betont, dass die Gewitter mit Starkregen und Hagel regional begrenzt sein werden. Wo genau es letztlich krachen werde, könne noch nicht vorhergesagt werden.

Der DWD spricht von einer Schwergewitterlage am Sonntag. Ab dem Mittag steige die Gefahr für Gewitter zunehmend. Wer also unterwegs ist, sollte wachsam sein. „Das ist eine brenzlige Wetterlage am Sonntag. Bei der Hitze sind viele Leute draußen und kühlen sich eventuell sogar im See oder im Freibad ab. Innerhalb von Minuten kann sich dann der Himmel verdunkeln und es bricht ein Unwetter herein – vor allem im Wasser besteht dann Lebensgefahr“, warnt Niklas Weise, Meteorologe von Wetteronline.

Unwetter in Deutschland – Sturm, Starkregen, Blitz und Donner

Regen
schild mit windhose
Wenn ein Gewitter heraufzieht, sind schnell überall Gewittertierchen.
Starkregen in Baden-Württemberg (Symbolfoto)
Unwetter in Deutschland – Sturm, Starkregen, Blitz und Donner

Auf Hitze folgen Blitze: Lokal Orkanböen in NRW nicht ausgeschlossen

Laut DWD können sich die Gewitter örtlich zu Unwettern entwickeln. Das heißt, dass heftiger bis extrem heftiger Starkregen mit 25 bis 60 Litern pro Quadratmetern in kurzer Zeit sowie großkörniger Hagel (um die 3 cm) und schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um die 95 km/h möglich sind. Lokal könnten in Verbindung mit schweren Gewittern auch Orkanböen von 115 bis 120 km/h übers Land fegen.

In der Nacht zu Montag (10. Juli) ist das Wetter in NRW dann wechselhaft. Die Temperaturen sinken auf 19 bis 16 Grad, es ist teils stark bewölkt und die Schauer- und Gewitterneigung besteht weiterhin. Die Hitze flacht zu Beginn der neuen Woche dann etwas ab, der Sommer scheint uns mit Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad aber noch etwas erhalten zu bleiben.

El Niño wirbelt das Wetter im Pazifikraum durch. Europa ist zwar vom Wetter-Phänomen nicht direkt betroffen, trotzdem sind Auswirkungen spürbar.

Rubriklistenbild: © Daniel Schröder

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