Wetter-Phänomen

El Niño bringt Hitze-Rekorde und Dürre – Menschen sollten jetzt handeln

El Niño wirbelt das Wetter im Pazifikraum durch. Europa ist vom Wetter-Phänomen nicht direkt betroffen, doch die Auswirkungen sind spürbar. Es werden Maßnahmen empfohlen.

Hamm - Ein Blick auf den Pazifikraum lässt erahnen, welche Wetter-Bedingungen auch uns in Europa bevorstehen. Erstmals seit 2016 herrschen im tropischen Pazifikraum El-Niño-Bedingungen. Menschen schwitzen bei über 40 Grad. Von Abkühlung ist kaum eine Spur. Die Weltwetterorganisation (WMO) geht davon aus, dass El Niño die zweite Jahreshälfte bestimmen wird. Ein Experte fordert jetzt Schutzmaßnahmen.

El Niño bringt Hitze und Dürre - Experte ruft zu Schutzmaßnahmen auf

Allein das Stehen reicht im tropischen Pazifikraum derzeit aus, um ins Schwitzen zu kommen. Schon im Mai wurden im Vietnam Temperaturen von bis zu 44 Grad geknackt - der höchste jemals gemessene Wert des Landes. Zudem wurden neue Hitze-Rekorde in Thailand, Laos und Myanmar gemeldet. Der Grund: das Wetter-Phänomen El Nino, das in der Regel alle zwei bis sieben Jahre auftritt.

Verändernde Luft- und Meeresströmungen bringen das Wetter in vielen Regionen ordentlich durcheinander. Die Auswirkungen sind weltweit zu spüren. Die Westküste Südamerikas stellt sich auf Starkregen, Zyklone und Überschwemmungen ein, in Südostasien steht laut Experten eine Dürre-Periode bevor.

Europa von El Niño nur indirekt betroffen - dennoch können Rekorde fallen

Auch in Europa könnte El Nino 2023 deutlich zu spüren sein. Die WMO geht davon aus, dass El Niño mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit die zweite Jahreshälfte bestimmen wird. Globale Temperaturen könnten steigen und regionale Wetter- und Klimamuster verändern. Zum Vergleich: Im zentral-östlichen äquatorialen Pazifik stieg die monatliche Durchschnittstemperatur von zuletzt 0,44 Grad unter dem Mittelwert auf zuletzt 0,9 Grad über eben diesem.

Auch in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland könnten 2023 wegen El Niño neue Hitze-Rekorde aufgestellt werden. „Der Start eines El Niño erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass Temperatur-Rekorde gebrochen werden, dass sich in vielen Teilen der Welt und im Ozean extreme Hitze entwickeln“, sagt WMO-Chef Petteri Taalas. Um zahlreiche Menschenleben zu retten vor der Hitze, müssen die Regierungen laut Taalas nun Schutzmaßnahmen einrichten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Achim Duwentäster

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