Seit 1996

Das größte Computermuseum der Welt ist in NRW – Auslöser dafür waren Geschenke

In Paderborn steht das größte Computermuseum der Welt.
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In Paderborn steht das größte Computermuseum der Welt.

In Paderborn steht mit dem Heinz Nixdorf MuseumsForum das größte Computermuseum der Welt. Besucher erleben eine Zeitreise – und können mit Robotern kommunizieren.

Paderborn - Die Stadt Paderborn ist bekannt für ihre Universität, ihren Dom – und bei einigen auch für das gleichnamige Bier. Auch viele Freizeitpark-Fans dürften oder besser gesagt sollten die ostwestfälischen Großstadt kennen. Denn dort produziert das Unternehmen IMAscore Musik für Freizeitparks auf der ganzen Welt. Ebenfalls dort ansässig ist das Heinz Nixdorf MuseumsForum – und das hat es auf eine besondere Weise in sich.

  • Was? Heinz Nixdorf MuseumsForum
  • Wo? Fürstenallee 7, 33102 Paderborn
  • Öffnungszeiten: Montag: Geschlossen, Dienstag-Freitag: 9-18 Uhr, Samstag und Sonntag: 10-18 Uhr
  • Eintritt? Erwachsene 8 Euro, Ermäßigt 5 Euro

Weltgrößtes Computermuseum in NRW: „Tic Tac Toe“ gegen Roboter

Denn nicht im kalifornischen Silicon Valley, sondern im ostwestfälischen Paderborn steht damit das größte Computermuseum der Welt – und das schon seit 1996. Die Idee für ein Computermuseum stammt von Heinz Nixdorf, Gründer der Nixdorf Computer AG. Er erhielt 1977 anlässlich des 25. Firmenjubiläums einige Präsente in Form von historischer Büromaschinen von Wanderer, Exacta und Astra. Dies brachte ihn auf die Idee, eine Sammlung von IT-Geräten für ein späteres Firmen- oder Computermuseum anlegen zu lassen.

Nach seinem Tod am 17. März 1986 drohte das Projekt zu scheitern. Doch ein Mitarbeiter der Nixdorf Computer AG, Willi Lenz, setzte sich weiter für ein Computermuseum in Paderborn ein – mit Erfolg. Es wurde am 24. Oktober 1996 eröffnet. Gewidmet ist das Museum – wie es der Name verrät – dem Computerpionier Heinz Nixdorf. Er selbst legte mit seiner Sammlung von mehr als 1000 Objekten der Bürokommunikation den Grundstein dazu. 

Heute erleben Besucher im Museum auf 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Zeitreise. Diese führt durch fünf Jahrtausende: von der Erfindung der Zahl und Schrift in Mesopotamien über alte Rechen-, Schreib- und Buchungsmaschinen bis zu neuesten Entwicklungen der Computertechnik. Erlebniswelten zu Themen wie Robotik, Künstliche Intelligenz und Mobile Kommunikation ergänzen das Angebot. In der „Galerie der Pioniere“ werden 15 Männer vorgestellt, die die Informationstechnik von ihren Anfängen bis hin zum Computer beeinflussten und schließlich in alle Bereichen der Gesellschaft verbreiteten.

Gespräch mit Robotern möglich

Zahlreiche Exponate laden mit interaktiven Anwendungen zum Ausprobieren ein. So ist zum Beispiel ein Gespräch mit den Robotern Pepper und Nadine möglich. Beide haben inzwischen ebenfalls Zugriff auf künstliche Intelligenz, was die Gespräche noch etwas spannender gestalten solle. Dahinter steckt ChatGPT. Besonders interessant geht es auch mit Pepper zu, gegen den Besucher kleine Spiele wie etwa „Tic Tac Toe“ absolvieren können. Auch „Vier gewinnt“ ist gegen eine künstliche Intelligenz möglich.

Immer wieder werden im Museum auch Sonderausstellungen angeboten. Vom 24. Mai 2024 bis zum 5. Januar 2025 lässt sich unter dem Namen „Wellen – Tauch ein!“ die Bedeutung, Schönheit und Kraft von Wellen auf spielerische Weise mit allen Sinnen zu erkunden. Zahlreiche großformatige, farbenfrohe Illustrationen und viele Hands-on-Exponate sollen dafür sorgen. Dazu werden immer wieder auch Vorträge und Workshops angeboten. Welche das sind, können Interessierte auf der Internetseite des Heinz Nixdorf MuseumsForum nachlesen.

Einfache Anreise: Haltestelle direkt vor der Tür

Vor dem Heinz Nixdorf MuseumsForum stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das HNF mit den Buslinien 9 und 14 zu erreichen. Die Haltestelle „MuseumsForum“ befindet sich direkt vor dem Gebäude.

 In NRW „lebt“ übrigens auch der größte Elefant der Welt. Er ist das Wahrzeichen der Stadt Hamm – und ein Besuchermagnet.

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