Castrop-Rauxel
Razzia nach Massenschlägereien in NRW – Polizei stellt Waffen sicher
Die Massenschlägereien mit hunderten Beteiligten aus Großfamilien in NRW haben deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Nun ergreift die Polizei Maßnahmen.
Update vom 28. Juli, 12:30 Uhr: Die Polizei hat mittlerweile weitere Angaben zu den Hausdurchsuchungen anlässlich der Massenschlägereien im Juni veröffentlicht. Insgesamt haben die Einsatzkräfte am Donnerstag (27. Juli) drei Wohnungen und einen kleinen Gewerbebetrieb durchsucht. Dabei wurden Messer, Schreckschusswaffen, Datenträger, Mobiltelefone und Bekleidung sicher. Nach Angaben der Polizei verliefen die Durchsuchungen störungsfrei. Von zwei Männern wurden die Personalien aufgenommen. Die Kriminalpolizei, die Einsatzhundertschaft und Spezialkräfte der Polizei waren im Einsatz.
„Die heutige Durchsuchungsaktion zeigt, dass wir sehr personalintensiv und konsequent die Hintergründe und Tatbeteiligungen der gewalttätigen Auseinandersetzung Mitte Juni aufhellen. Neben den Ermittlungen ist für mich weiterhin wichtig, durch die verstärkte Präsenz sehr genau hinzusehen, was sich in der Stadt tut“, sagt Friederike Zurhausen, die Polizeipräsidentin aus Recklinghausen. Die Polizei hat im Nachgang zu den Ausschreitungen im Juni eine Mordkommission eingerichtet.
Nach Clan-Massenschlägereien in NRW: Jetzt greift die Polizei durch
Erstmeldung vom 28. Juli: Castrop-Rauxel – Dutzende Menschen, die mit Messern, Baseballschlägern und Eisenstangen auf offener Straße in Castrop-Rauxel aufeinander losgehen. Nur einen Tag später prügeln sich hunderte Menschen auf dem belebten Salzmarkt in Essen. Etliche Menschen wurden an den beiden Tagen im Juni verletzt, ein Mann schwebte in Lebensgefahr. Nach den Ausschreitungen zwischen Großfamilien in NRW wurden Forderungen nach einem strikten Durchgreifen der Polizei laut. Am Donnerstag (27. Juli) – rund sieben Wochen nach den Vorfällen – führt die Polizei nun mehrere Hausdurchsuchungen durch.
Nach Clan-Ausschreitungen in NRW: Polizei durchsucht mehrere Objekte in Castrop-Rauxel
„Es werden insgesamt vier Objekte in Castrop-Rauxel durchsucht“, sagte Andreas Lesch, Sprecher der Polizei Recklinghausen, auf Nachfrage von wa.de. Demnach sind die Polizistinnen und Polizisten am frühen Donnerstagmorgen um 6 Uhr zu den Hausdurchsuchungen ausgerückt.
Am Mittag sind die Maßnahmen noch nicht abgeschlossen. In Essen laufen hingegen keine Durchsuchungen, wie Polizeisprecher Matthias Werk sagte. Bislang macht die Polizei keine Angaben dazu, was genau in den Objekten in Castrop-Rauxel gesucht wird. (mg)
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