Campingplatz

Campen wird immer teurer in NRW – nicht nur wegen Campingplatz-Gebühren

Campen ist beliebt. Doch für den Spaß im Freien müssen Camper in NRW von Jahr zu Jahr tiefer in die Tasche greifen.

Hamm - Camping gilt als eine günstige Alternative zur traditionellen Urlaubsreise. Doch angesichts der neusten Erkenntnisse des Landesbetriebs IT.NRW könnte dieser Ruf bald Geschichte sein. Nicht nur in diesem Jahr sind die Gebühren für die Nutzung eines Campingplatzes in NRW beträchtlich gestiegen. Vielmehr ist dieser Anstieg die Fortsetzung eines jahrelangen Trends. Hinzu kommt, dass zahlreiche Artikel aus dem Bereich Outdoor-Equipment auch überdurchschnittlich teurer geworden sind.

Campen wird immer teurer - Preise steigen schon seit Jahren

IT.NRW gibt bekannt, dass die Gebühren für Campingplätze in Nordrhein-Westfalen zwischen März 2023 und März 2024 um sieben Prozent angestiegen sind. Der gesamte Verbraucherpreisindex in NRW ist in dieser Zeit lediglich um 2,3 Prozent gestiegen. Der Camping-Preis hat sich also deutlich erhöht.

Das liegt im Trend. Noch krasser ist die Zahl nämlich, wenn man noch etwas weiter zurückschaut. Denn zwischen 2021 und 2024 sind die Gebühren für den Campingplatz um 24,5 Prozent gestiegen. Und damit nicht genug. Immerhin gehört zum Campen mehr, als das Wohnmobil auf einem entsprechenden Platz abzustellen, wobei es übrigens einiges zu beachten gibt.

Die meisten wollen es sich auch mit Campingstühlen und anderen Camping-Möbeln bequem machen. Auch dafür muss nun tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden. Seit 2021 sind die Kosten in diesem Bereich um 24,4 Prozent gestiegen – eine ähnliche Zahl wie bei den Preisen für Campingplätze. Aber: 2023 ist der Preis um knapp zwei Prozent gefallen. Das Preisniveau bleibt aber trotzdem stark erhöht.

Outdoor- und Fitnessprodukte werden immer teurer

Kein gutes Jahr für alle, die gerne draußen sind, zumindest aus Verbraucherperspektive. Am drastischsten ist der Anstieg bei Produkten wie Smartwatches und Fitnesstrackern. Der Preis stieg zwischen März 2023 und März 2024 um 7,2 Prozent. Danach kommen die erwähnten Campingplätze mit sieben Prozent.

Mit einer Erhöhung von 3,2 Prozent folgen Herrensport- und Herrenbadebekleidung, sowie einiges an Camping-Zubehör. Motorräder sind um 2,6 Prozent teurer geworden, Fahrräder dagegen um 0,3. E-Bikes und Pedelecs genießen sogar eine 0,8-prozentige Preissenkung. Auch Damensport- und Damenbadebekleidung wird billiger, und zwar um 1,8 Prozent. Genauso, wie bereits erwähnt, Garten- und Campingmöbel.

Die Bewohner eines Campingplatzes in Delbrück haben darüber hinaus noch ganz andere Probleme. Die Dauercamper müssen umziehen. Nun äußert sich ein Bewohner zum Streit.

Rubriklistenbild: © Frank Hormann/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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