Hochdruckwetterlage

„Wirklich krasse Wetterkarten“: Meteorologe zeichnet düsteres Bild für den Winter

Nebel, mild, hin und wieder etwas Regen: Das Wetter in NRW steht still. Das könnte auch noch einige Wochen so bleiben. Es gibt schlechte Nachrichten für Winter-Fans.

Hamm - Schon länger berichten Meteorologen über die „stabilste Hochdrucklage des Jahres 2024“, die derzeit in Deutschland herrscht. Ein sehr langer Altweibersommer, der in NRW bereits Mitte Oktober für Temperaturen um die 24 Grad gesorgt hat. Und auch mit Blick auf den November scheint es vorerst keine großen Änderungen beim Wetter zu geben. Diplom-Meteorologe Dominik Jung hält es zudem nicht für ausgeschlossen, dass die Hochdruckwetterlage bis weit in den Dezember hinein anhält.

„Das sind wirklich schon krasse Wetterkarten, die sich da Tag für Tag bei uns zeigen in den Wettermodell-Prognosen“, sagt Dominik Jung in seinem neusten Video von wetter.net. Hochnebel, hin und wieder etwas Sonne und milde Temperaturen werden derzeit bis Mitte November vorhergesagt (Stand 29. Oktober). Besonders auffällig: „Kaum Regen“, so der Meteorologe, der Mitte Oktober für NRW noch eine ganz andere Prognose machte.

„Wirklich krasse Wetterkarten“: Meteorologe zeichnet düsteres Bild für den Winter

Ein Blick auf den 10-Tage-Trend des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigt die Prognose. Demnach wird am Freitag, 1. November, in NRW noch etwas Regen erwartet. Die Wetter-Experten sprechen von „etwas Sprühregen“. Nachdem es dann auch in der Nacht zu Samstag örtlich nass werden kann, ebbt die Niederschlagskurve bis Mitte kommender Woche fast gänzlich ab.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

„Es wäre nicht unmöglich, dass sich diese extreme Wetterlage bis weit in den Winter zieht“, sagt Dominik Jung bei IPPEN.MEDIA. Laut dem Meteorologen habe es in der Vergangenheit bereits Fälle gegeben, in denen ein solches Hochdruckgebiet über mehrere Monate anhielt. „Was für Europa ungewöhnlich wäre, aber möglich“, so Jung. „Für all jene, die auf weiße Weihnachten hoffen, sieht es derzeit also eher schlecht aus.“ Eine verlässliche Vorhersage zum Winter 2024/25 kann derzeit aber noch nicht gegeben werden. Erste vorsichtige Winter-Prognosen gehen aber von einem Mild-Winter aus.

Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dpa

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