Kreis Soest

Verwahrloster Welpe aus Scheune befreit – Hündin kam „auf Bestellung“ aus dem Ausland

Verwahrlost wurde Hündin Hilza in einer Scheune im Kreis Soest gefunden. Ein anonymer Hinweis führte zu ihrer Rettung. Jetzt hat sie ein neues Zuhause.

Anröchte - Vor allem in der Weihnachtszeit sehnen sich viele Familien nach einem Haustier. Doch wenn ein Tier zum Präsent oder Spielkameraden für Kinder wird, endet das nicht immer gut. Tierschützer im Kreis Soest wurden kürzlich Zeugen eines besonders tragischen Falls.

Verwahrloster Welpe aus Scheune gerettet – Hündin kam „auf Bestellung“ aus dem Ausland

Hündin Hilza, gerade mal neun Wochen alt, wurde illegal nach Deutschland gebracht. „Ein LKW-Fahrer hat sie wohl auf Bestellung der Familie aus der Ukraine mitgebracht. Als Spielzeug für die Kinder“, berichtet Birgit Oberg vom Tierheim Soest. Doch statt in ein warmes, liebevolles Heim, landete der kleine Beagle-Mischling in einer kalten, dunklen Scheune auf einem Hof in Anröchte.

Beaglehündin Hilza hatte einen furchtbaren Start ins Leben. Sie wurde von ihren Besitzern in einer Scheune in einem Karton gehalten - bis sie durch einen anonymen Hinweis von Tierschützern und dem Veterinäramt gerettet wurde.

Die Tierschutzorganisation PETA wurde durch einen anonymen Tipp auf das Schicksal des Welpen aufmerksam. In einer Mitteilung schildern die Tierschützer, dass die Hündin dort in ihren „eigenen Fäkalien in einem Karton gehalten“ wurde. Sie informierten daraufhin das Veterinäramt und die Polizei im Kreis Soest, die sofort einschritten.

„Es ist wichtig, dass solche Fälle angezeigt werden“ – Welpe aus Scheune gerettet

„Wir haben am 19. November 2024 den Hinweis auf den Hund erhalten, der tierschutzwidrig untergebracht sein sollte“, bestätigt die Pressestelle des Kreises auf Nachfrage von wa.de. Noch am selben Tag machte sich das Veterinäramt auf den Weg zur angegebenen Adresse, entzog den Haltern den Welpen und brachte ihn ins Soester Tierheim.

Dort änderte sich das Schicksal von Hilza schnell zum Positiven. „Wir haben ein paar Tage später eine tolle Familie für sie gefunden“, erzählt Tierheimleiterin Birgit Oberg. Glücklicherweise wurde die Situation der kleinen Hündin schnell publik. „Es ist wichtig, dass solche Fälle angezeigt werden. Dass Nachbarn sich melden, wenn ihnen etwas nicht geheuer vorkommt“, betont Oberg.

Nur so könne man Vorfälle wie den in Lippstadt verhindern. Im Mai 2023 wurden in einem Haus in Lippstadt 173 Katzen entdeckt. Einige von ihnen landeten später auch im Tierheim in Soest. Samsara wurde in Rumänien gerettet und nach Deutschland gebracht. Dort hatte sie in einem Tierheim kein schönes Leben. Jetzt hofft die Hündin auf ein liebevolles Zuhause.

Rubriklistenbild: © Tierheim Soest

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