Espresso-Bar
Beliebte Espresso-Bar schließt: Beleidigungen und Drohungen sorgen für unerwarteten Schritt
In Münster gibt es ab Februar eine Anlaufstelle für guten Kaffee weniger. Bei vielen Menschen löst der Grund für die Schließung Bestürzung aus.
Münster - Die Gastronomie-Szene in Münster ist ständig in Bewegung: Auf Neueröffnungen, wie beispielsweise von der Eisdiele „Fellini“, folgen Schließungen aus wirtschaftlichen Gründen wie bei zwei Restaurants, die nach der Winterpause nicht mehr öffnen werden. Eine beliebte Espresso-Bar in der Innenstadt macht nun auch dicht – der Grund ist hier aber ein anderer.
Beliebte Espresso-Bar schließt – Beleidigungen und Drohungen sind Grund für den unerwarteten Schritt
Die Espresso-Bar „Flotte Bohne“ in Münster hat zum 29. Januar geschlossen. „Es waren viele Menschen da am letzte Tag“, erzählt Mehmet Sarıpınar im Gespräch mit wa.de. Dabei konnte er den letzten Tag wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht selbst miterleben.
Betreiber Mehmet Sarıpınar hat einen triftigen Grund für diesen drastischen Schritt. Immer wieder hatte der Betreiber mit Bedrohungen und rassistischen Beleidigungen zu kämpfen. Am Ende habe er beschlossen, den Mietvertrag für das Ladenlokal am Drubbel aufzulösen, wie er auch dem Online-Magazin allesmuenster.de schilderte. Es gibt aber schon einen Nachfolger für das Ladenlokal. Einen Leerstand haben die Münsteraner nicht zu befürchten, auch die Mitarbeiter werden übernommen.
Mehmet Sarıpınar betriebt mobile Espresso-Bar
Mit seiner mobilen Espresso-Bar, die ebenfalls unter dem Namen „Flotte Bohne“ läuft, will Mehmet Sarıpınar aber weiterhin in der Gastronomie-Szene aktiv sein. Schon 2017 startete er mit diesem Konzept – damals noch von Hamm aus, dort kommt Mehmet Sarıpınar ursprünglich her. „Ich bin jeden Tag nach Hiltrup gefahren und habe auf dem Markt gestanden und anschließend an der Clemenskirche“, erzählt er. „Für mich geht es nun mit der mobilen Espresso-Bar weiter.“ Künftig wolle er dann eventuell in Münster einen Stand an ein paar Tagen in der Woche öffnen und seinen Kaffee verkaufen sowie auf Veranstaltungen den Kaffee anbieten.
Auf die Nachricht über die Schließung reagieren viele Instagram-Nutzer bestürzt: „Das ist so traurig“, „Unfassbar, ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!“ und „Ich kann gar nicht ausdrücken, wie beschämend ich das finde. Aufgrund rassistischer Anfeindungen sieht sich ein toller Mensch gezwungen, sein tolles Café aufzugeben“ heißt es in den Kommentaren.
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