Barthelstag

„Gewitter bringen Hagel und Schnee“ – Bauernregel mit Wetter-Vorhersage für NRW

Am 24. August ist der Barthelstag. Vier Bauernregeln sind damit verbunden. Diese sollen das Wetter im Herbst voraussagen.

Hamm - Vor Wetterberichten haben Landwirte das Wetter mit Bauernregeln vorhergesagt. So wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ an den Eisheiligen stabil. Das Wetter am Barthelstag, 24. August, soll Aufschluss über das Herbstwetter geben. Der Name Barthelstag geht zurück auf den heiligen Bartholomäus. Mit diesem Tag sind vier Bauernregeln verknüpft.

Oktober und November sollen laut Bauernregel regnerisch in NRW werden

Die erste Bauernregel ordnet den Zeitraum ein, auf den sie sich bezieht: „Sankt Bartholomäus hat‘s Wetter parat für den Herbst bis zur Saat.“ Im Allgemeinen findet die Saat von September bis einschließlich November statt.

Laut einer Bauernregel kann es bei Gewitter am 24. August zu Hagel und Schnee im Herbst kommen.

Die nächsten Bauernregeln zum 24. August lauten wie folgt: „Wie sich das Wetter am Barthelstag stellt ein, so soll‘s den ganzen September sein“ und „Wie Bartholomäustag sich hält, so ist‘s auch im Herbst bestellt“. Sofern also der 24. August warm ausfällt, kann laut den Sprichwörtern mit einem warmen Herbst gerechnet werden.

In diesem Jahr fällt der 24. August auf einen Samstag. Dazu heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD), dass im Westen gebietsweise mit schauerartigem Regen und vereinzelten Gewittern zu rechnen sei. Grundsätzlich liege die Temperatur bei 21 bis 28 Grad. In der Nacht zu Sonntag soll sich die Wolkenfront auflockern und der Regen nachlassen (Stand 20. August). Nach der Bauernregel müsste der Herbst in NRW also entsprechend nass, aber mit milden Temperaturen ausfallen.

Bauernregeln vom 24. August prognostiziert Hagel und Schnee in NRW

„Gewitter um Bartholomä bringt Hagel und Schnee“, lautet die letzte der vier Bauernregeln im August. Da es am Samstag in NRW zu Regen und Gewittern kommen könnte, müsste sich also auch diese Regel im Herbst erfüllen. Auch für den Winter wollen die Bauernregeln erste Aufschlüsse geben.

Was sind Bauernregeln?

Wenn man von Bauernregeln spricht, dann sind Volkssprüche gemeint, die in meist Reimform verfasst wurden, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Regeln entstanden aus langjährigen Wetter-Beobachtungen, die über viele Generationen weitergegeben wurden. Es gibt allgemeine Regeln für jeden Monat, aber auch Prognosen für bestimmte Tage. Wissenschaftlich fundiert sind diese Regeln allerdings nicht.

So gedenkt der Barthelstag dem heiligen Bartholomäus

Ende August wird am Barthelstag an den heiligen Bartholomäus erinnert, der zu den zwölf Aposteln gehörte. Überlieferung zufolge wurde St. Bartholomäsu im 1. Jahrhundert gekreuzigt. Sein Name wird auch mit der sogenannten Bartholomäus-Nacht verbunden. Dabei wurden 2000 französische Protestanten in der Nacht des 24. August 1572 ermordet. Auf Befehl von Katharina von Medici, damals Königin von Frankreich, sollte durch die Morde die Reformation in Frankreich gestoppt werden.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/ IMAGO

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