Geplante Aktionen

Bauernproteste in NRW: Trecker-Demo mit 2000 Fahrzeugen am Donnerstag

Mehr als 1500 Trecker auf den Straßen: Bauern legen Soest lahm
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Mehr als 1500 Trecker waren am großen Streik-Montag in Soest auf den Straßen.

Nachdem am Montag zehntausende Bauern mit Treckern die Straßen in NRW lahmgelegt haben, ist es noch nicht vorbei. Am Donnerstag steht eine große Trecker-Demo an.

Hamm - Montag, der 8. Januar, war der große Streiktag der Bauern. Zehntausende Landwirte waren mit ihren Treckern auf den Straßen in NRW unterwegs, um gegen die Politik der Bundesregierung zu protestieren. Das sorgte für starke Einschränkungen im Verkehr. Doch unterm Strich verlief der Bauernprotest zu großen Teilen friedlich und ohne Störungen. Allerdings ist es mit diesem einen Tag nicht getan. Die Bauernproteste gehen weiter. Was steht in naher Zukunft noch an? Und womit müssen Verkehrsteilnehmer rechnen?

Bauernproteste in NRW: Was in den nächsten Tagen noch passiert

Viele Bürger, die auf einen gut funktionierenden Straßenverkehr angewiesen sind, dürfen vorsichtig aufatmen. Zwar handelte es sich bei den sogenannten Sternfahrten der Landwirte am 8. Januar lediglich um den Auftakt einer ganzen Protestwoche. Allerdings stehen künftig lediglich vereinzelt größere Maßnahmen an, die den Verkehr zum Erliegen bringen sollen.

Mit einigen Ausnahmen. Beispielsweise in der Stadt Münster wird es am Donnerstag, 11. Januar, eine Demonstration mit rund 2000 Traktoren geben. Wo in den meisten anderen NRW-Städten der 8. Januar der Höhepunkt der Auswirkungen auf den Verkehr war, könnte die Situation am Donnerstag in Münster tatsächlich noch brenzliger werden als zum Wochenauftakt. Nicht nur Landwirte aus der unmittelbaren Umgebung nehmen an der Aktion teil. Erwartet werden auch Teilnehmer aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Gütersloh, Steinfurt und Warendorf.

Darüber hinaus gab und gibt es in der Streikwoche noch viele andere Aktionen. Bereits am Mittwoch, 10. Januar, fanden zahlreiche Aktionen in Innenstädten statt, die unter dem Motto ‚Landwirtschaft trifft Bürger‘ den Dialog suchten. Und auch für Freitag, 12. Januar, hat der Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband etwas geplant. So sollen Landwirte an vielen Orten in NRW auf Bundestagsabgeordnete treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen.

Bauernproteste in NRW: In einigen Städten droht Verkehrschaos

Welche Aktionen in den einzelnen NRW-Städten, die zum Verband Westfalen-Lippe gehören, genau geplant sind, liegt in der Hand der einzelnen Kreisverbände. Der Kreisverband Paderborn beispielsweise hatte für den Mittwoch im Bürgerhaus Wewer die Überreichung der Resolution vom Westfälisch-Lippischen-Landwirtschaftsverband an Vertreter der Ampel-Parteien angekündigt. Diese Übergabe stand auch bei den anderen Kreisverbänden an.

An vielen Orten in NRW werden die Landwirte auf Wochenmärkten zu finden sein, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und unter anderem Informationen zu den Hintergründen der Aktionswoche zu geben. Der Kreisverband Lippe kündigt für den Donnerstag, 11. Januar, an, dass Mahnfeuer in Sichtweite der Bundesstraße erstrahlen sollen.

Auch der Rheinische Landwirtschafts-Verband informiert über diverse Aktionen, die während der Protestwoche stattfinden sollen. In vielen Städten unter anderem im Kreis Aachen, Rhein-Sieg-Kreis oder Kreis Euskirchen sind Mahnfeuer und Mahnwachen angedacht. Eine Großdemonstration mit Traktoren kündigten die Landwirte für den 11. Januar im Kreis Düren an. Auch im Hochsauerlandkreis sind für Donnerstag weitere Bauern-Demos geplant, die für Verkehrsbehinderungen sorgen werden.

Die wohl größten Auswirkungen durch die Bauern-Proteste gab es am Mittwoch, 10. Januar, in Düsseldorf. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband hatte für diesen Tag in der Stadt eine große Demonstration angekündigt. Es gab mehrere Kundgebungen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen ab dem Mittag. Da zeitgleich in Düsseldorf eine besucherstarke Fachmesse stattfand und auch das Rekordspiel der Handball-EM mit über 50.000 Zuschauern am Abend anstand, warnte die Polizei im Vorfeld vor einem erhöhten Verkehrsaufkommen im gesamten Stadtgebiet.

Finale der Protestwoche ist eine Großdemo in Berlin am 15. Januar. Dort werden sich Landwirte aus ganz Deutschland versammeln.

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