Seit Montagmorgen
Bauernproteste in NRW sorgen für Verkehrsbehinderungen auf Autobahnen – aktuelle Lage
Die Bauernproteste am Montag sorgen für massive Verkehrsbehinderungen in NRW. Auch auf den Autobahnen kommt es zu teils erheblichen Einschränkungen.
Hamm - In Nordrhein-Westfalen protestieren seit Montagmorgen, 8. Januar, Hunderte Landwirte. Sie gingen mit ihren Traktoren auf die Straßen, um ein klares Zeichen gegen die Sparmaßnahmen der Bundesregierung zu setzen. Das bekommen insbesondere Autofahrer zu spüren, da die Landwirte mit ihren Treckern in vielen Regionen für Behinderungen – insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr – sorgen. Auch Autobahnen waren und sind betroffen. Die aktuellen Störungen im Überblick:
Bauernproteste in NRW sorgen für Verkehrsbehinderungen auf Autobahnen und Bundesstraßen
- Auf der A1 ist ein Auffahren an der Anschlussstelle Lengerich in Fahrtrichtung Dortmund aktuell nicht möglich. Eine Bedarfsumleitung ist eingerichtet.
- Auf der A45 sind an der Anschlussstelle Haiger Burbach die Ausfahrten in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.
- Stockender Verkehr auf der B1 Dortmund - Sorst zwischen Unna und Verl-Zentrum
- Stau auf der B1 Paderborn - Blomberg zwischen Paderborn-Elsen und Bad Lippspringe
- Hinweis: Stand vom 8. Januar, 15.10 Uhr. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben ohne Gewähr.
Stundenlang war am Vormittag die A2 ist zwischen Veltheim und Porta Westfalica in Fahrtrichtung Hannover voll gesperrt. Die Sperrung wurde gegen 11.15 Uhr aufgehoben, wie Autobahn Westfalen mitteilte.
Jenseits der Autobahnen kam es am Montag ebenfalls zu „massiven Verkehrsbehinderungen“ – so schilderte es etwa die Polizei im Kreis Borken. Mit mehr als 1000 Traktoren wurde dort im gesamten Tagesverlauf gerechnet. Im Rhein-Sieg-Kreis gab es nach Angaben eines Polizeisprechers am Morgen „Zufahrtsbehinderungen“ an mehreren Anschlussstellen auf die Autobahnen 59 und 560. Später war dort eine Sternfahrt nach Siegburg geplant.
Bauernprosteste in NRW – Ministerpräsident Wüst zeigt Verständnis
In Wuppertal sorgten Landwirte am Morgen für die Sperrung einer Auffahrt der A46. Auf der A61 bei Heimerzheim war ebenfalls eine Auffahrt blockiert. In der Innenstadt von Essen fuhren acht Traktoren zum WDR-Studio in der Innenstadt.
Verstädnnis für die Bauernproteste äußerte am Morgen unter anderem NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Die zusätzlichen Belastungen beim Diesel seien „keine Peanuts“, sagte er im ZDF-„Morgenmagazin“. Er meinte: „Es ist eine Menge Geld, das da in Rede steht, und deswegen kann ich das nachvollziehen, dass dort protestiert wird.“ Die Einsparungen müssten von der Bundesregierung „über alle Ressorts fair“ verteilt werden. Man dürfe nicht überproportional eine gesellschaftliche Gruppe belasten. Der Text wird laufend aktualisiert.
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