In Bochum

Speed Dating mit Hunden: Beim „Bark Date“ den Hund fürs Leben kennenlernen

Ein Speed-Dating, um Hunde kennenzulernen? Das klingt verrückt. In Bochum gibt es das bald aber. Tierschutzvereine stellen beim „Bark Date“ ihre Hunde vor.

Bochum - Speed-Dating, um einen neuen potenziellen Partner kennenzulernen – das ist mittlerweile gängig und wird immer häufiger angeboten. Eher unüblich: Speed-Dating, das dabei hilft, einen neuen vierbeinigen Freund aufzunehmen. Was verrückt klingt, ist in Bochum schon sehr bald möglich. Denn dort ermöglichen die sogenannten „Bark Dates“ ein Kennenlernen zwischen Hund und zukünftigem Besitzer.

Veranstaltung„Bark Dates“
Datum23. März 2024
OrtWestpark an der Jahrhunderthalle Bochum

Speed Dating mit Hunden: Beim „Bark Date“ den zukünftigen Hund kennenlernen

„Denn es gibt nicht nur sehr viele Tiere auf der Suche im Internet oder im Tierheim, dass es schwierig ist, den einzelnen Hund aus der Vielzahl der Inserate wahrzunehmen. Hinter jedem Hund steckt auch eine einzigartige Geschichte und ein Schicksal“, heißt es auf der Website von Bark Date. Die Folge: die Vermittlung von Hunden aus dem Tierschutz wird immer herausfordernder. Viele Hunde verbringen daher viele Wochen, Monate oder gar Jahre im Tierheim. So wie zum Beispiel Hund Felix, der mehr als vier Jahre im Tierheim Detmold war.

Bei einem „Bark Date“ sollen Menschen in den Austausch mit Pflegestellen und Tierschutzorganisationen gehen. Indem sie die Hunde vor Ort kennenlernen, können sich potenzielle Besitzer auf den Charakter und die Persönlichkeit des Hundes konzentrieren. „Es ist die Gelegenheit, zu spüren, ob die Chemie zwischen euch stimmt, und deinen besten Freund zu finden“, heißt es. Das „Bark Date“ startete 2023 in Köln und fand dort zuletzt im Januar 2024 statt, wie 24RHEIN berichtet.

„Bark Date“ in Bochum: Wie funktioniert das Ganze?

Das nächste „Bark Date“ in Nordrhein-Westfalen findet am 23. März von 11 bis 13 Uhr im Westpark an der Jahrhunderthalle in Bochum statt. Als Teilnehmer ist keine Anmeldung vorab notwendig, außerdem ist das Bark Date kostenlos. Doch wie läuft das Ganze ab?

Im Vorfeld des „Bark Dates“ können Tierschutzvereine, Tierheime oder Pflegestellen ihre Hunde auf der Homepage anmelden. Die Organisationen werden anschließend geprüft. Am Tag des Dates kommen die Hunde mit ihren Vereinen oder Pflegestellen dann zum Westpark und bekommen ein rotes Halstuch mit der Aufschrift „Adopt me“. Anschließend werden die Hunde auf verschiedene Stationen verteilt.

Bei den „Bark Dates“ kann man Hunde von Tierschutzvereinen kennenlernen.

Auf den Kennenlernstationen können Teilnehmer dann in den Austausch mit den Tierschützern gehen. „Sie helfen dir einzuschätzen, ob ihr zueinander passen könntet. Nach jeder „Kennenlernstation“ erhältst du Informationen zum Hund sowie die Kontaktdaten des Tierschutzvereins.“

Speed-Dating mit Hunden: „Bark Date“ ist reines Kennenlernformat

Aber: Das „Bark Date“ ist ein reines Kennenlernformat. Eine direkte Adoption beim „Bark Date“ ist nicht möglich. Wenn es zwischen Mensch und Hund „funkt“, kann im Nachgang Kontakt mit dem Tierschutzverein aufgenommen und eine Anfrage gestellt werden. Daraufhin werden Interessierte dann auf Eignung geprüft.

Warum kann man den Hund nicht direkt mitnehmen? „Der Tierschutzverein möchte sicherstellen, dass ihr nicht nur perfekt zueinander passt, sondern auch, dass du als zukünftiger Hundehalter gut vorbereitet bist. Dadurch möchten wir vermeiden, dass Hunde zurückgegeben werden.“ Dennoch besteht die Möglichkeit, in der Zeit bis zur Adoption den neuen Fellfreund mehrmals zu treffen.

Spenden für das Live-Event

Bark Date wird ehrenamtlich betrieben. Die Umsetzung von Bark Dates verursacht aber laufende Kosten, etwa durch die Halstücher, die Plakate, den Versand und auch für die Organisation selbst. Wer die Organisatoren finanziell unterstützen möchte, kann über den GoFundMe-Link spenden.

„Bark Date“: Wie liefen vergangene Veranstaltungen?

Die ersten drei „Bark Dates“ fanden alle in Köln statt. „Hier wurden in Summe ca. 70 Hunde vorgestellt. Etwa die Hälfte davon hat beim Bark Date oder mithilfe von Bark Date (Fotos, Social-Media-Posts usw.) bereits ein Zuhause gefunden“, erzählt die Tierärztin Lisa Williamson, die auf die Idee der Live-Events kam, auf Nachfrage von wa.de.

In Köln zählen die Veranstalter, so Williamson, inzwischen 200 bis 300 Besucher pro Veranstaltung. „Wir freuen uns also über ein nicht nur sehr gut angenommenes, sondern vor allem sehr erfolgreiches Konzept, mit dem wir vielen Hunden in ein neues Zuhause helfen können“, so Williamson.

Rubriklistenbild: © www.fotos-von-lisa

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