Stoffe Werning
Viele Filialen in NRW betroffen: Räumungsverkauf nach Insolvenzantragsverfahren
Die Stoffe Werning GmbH befindet sich im Insolvenzantragsverfahren. In NRW sind mehrere Filialen betroffen. Plakate kündigen einen „Räumungsverkauf“ an.
Hamm – Es sind gerade keine guten Zeiten für viele Unternehmen. In den vergangenen Wochen häufen sich die Meldungen über Insolvenzen in der deutschen Wirtschaft. Erst kürzlich erwischte es einen Baumarkt, bei dem nun der Räumungsverkauf läuft. Nun hat es auch die Stoffe Werning GmbH getroffen. Gegen sie läuft ein Insolvenzantragsverfahren. Der Händler für Stoffe und Kurzwaren hat Filialen in 24 Städten, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.
Räumungsverkauf nach Insolvenzantrag in Filialen von Stoffe Werning
Stoffe Werning ist kein kleiner Fisch. Das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Nordhorn nahe der Grenze zu den Niederlanden ist mit seinen 26 Stoffgeschäften nach eigener Darstellung einer der größten Filialisten in Deutschland. Seit mehr als 40 Jahren gibt es Stoffe Werning. Was die Zukunft bringt, ist ungewiss.
„Räumungsverkauf – jetzt stark reduziert“ sowie „auf alles 20 Prozent“ steht auf großen, roten Plakaten im Schaufenster der Filiale in Hamm. Ebenfalls dort zu sehen ist ein Zettel mit der Aufschrift „Ladenlokal zu vermieten“. Ein sehr ähnliches Bild zeigte sich bereits Mitte November, kurz nach Stellen des Insolvenzantrags (Aktenzeichen 7 IN 96/24) an der Hammer Straße in Münster, wo sich seit etwa 30 Jahren eine von drei Filialen der Stadt befindet.
Stoffe Werning: 26 Standorte betroffen, 20 davon in NRW
Auf der Internetseite werden aktuell 26 Filialen aufgelistet. 20 von ihnen sind in NRW:
Insolvenzantragsverfahren gegen Stoffe Werning – Betrieb geht aber weiter
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Stephan Michels aus Münster bestellt worden. Der Betrieb in allen Filialen in Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen gehe weiter. „Die Löhne und Gehälter sind gesichert“, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage von wa.de. Die insgesamt 188 Beschäftigten, darunter viele Teilzeitkräfte, erhielten Insolvenzgeld.
Michels als vorläufiger Insolvenzverwalter setze auf eine Sanierung der Stoffe Werning GmbH. Ziel sei es, möglichst alle Standorte zu sichern. Michels habe den Investorenprozess eingeleitet, so der Sprecher, und es gebe auch erste Interessenten. Das Insolvenzverfahren werde voraussichtlich am 1. Februar 2025 eröffnet.
Eine Ära endet nach fast 150 Jahren: Das Traditionsunternehmen „Schmeltzer Antik“ schließt. Es gibt einen großen Räumungsverkauf.
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