Hagebaumarkt Langenfeld
Räumungsverkauf läuft: Baumarkt nach fast 40 Jahren insolvent
Bis zur Schließung läuft ein riesiger Räumungsverkauf: Nach fast vier Jahrzehnten ist der Hagebaumarkt in Langenfeld insolvent. Der Leiter spricht über die Gründe.
Langenfeld - Viele Unternehmen sind von der Wirtschaftskrise stark betroffen. Die Zahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland ist daher stark gestiegen. So gab ein traditionsreicher Schokoladenhersteller aus Osnabrück erst kürzlich bekannt, dass er schließen muss. Auch eine bekannte Einkaufskette mit fast 400 Filialen in den Niederlanden ist insolvent. Nun trifft es auch einen Baumarkt in Langenfeld im Kreis Mettmann. Nach fast vier Jahrzehnten macht der dortige Hagebaumarkt-Standort endgültig dicht. Zum 1. November wurde in Düsseldorf das Insolvenzverfahren gegen die „hagebaumarkt Langenfeld GmbH“ eröffnet (Aktenzeichen 503 IN 134/24). Um andere Standorte geht es nicht.
Baumarkt nach fast 40 insolvent – großer Räumungsverkauf läuft
Wie Michael Grünhoff, Leiter des Hagebaumarktes, der Rheinischen Post (RP) erklärt, startete der Markt bereits Mitte Oktober mit dem Abverkauf der Waren. Laut Website und Informationen auf den Social-Media-Accounts des Marktes erwartet Kunden wegen der Schließung ein riesiger Räumungsverkauf.
„Nach 25 Prozent und 35 Prozent Rabatt erhöhen wir jetzt den Rabatt auf unglaubliche 50 Prozent auf alle Waren“, heißt es. Bis zum 31. Dezember hoffe Grünhoff, so die RP, alles verkauft zu haben. Danach bleibe der Baumarkt dauerhaft geschlossen.
Insolvenzverfahren: Leiter des Hagebaumarktes spricht über Gründe
Bereits im August sei beim Amtsgericht Düsseldorf das Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet worden. Jedoch habe man zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst, ob der Betrieb perspektivisch fortgeführt werden könne. Der Hagebaumarkt in Langenfeld befindet sich an der Rheindorfer Straße 55 und wurde 1986 von Heinz Grünhoff eröffnet. Die Geschichte endet somit nach 38 Jahren.
Grünhoff erzählt der RP, dass viele Kunden ihr Bedauern zur Schließung ausdrücken. „Dazu kann ich nur sagen: Wäret ihr mal lieber etwas häufiger gekommen“, wird der Leiter des Hagebaumarktes in Langenfeld zitiert. „Natürlich waren wir lange hier, natürlich ist es schade. Wir haben es uns ja auch nicht selber ausgesucht“, ergänzt er.
Als Gründe für die Schließung nennt er das zurückhaltende Kaufverhalten der Kunden, was schließlich dazu geführt haben soll, dass der Markt nicht mehr wirtschaftlich arbeiten konnte. Bereits 2023 habe der Markt weniger Kunden empfangen, in diesem Jahr seien die Zahlen nochmal schlechter geworden. Die Corona-Pandemie und die darauffolgenden Krisen sollen Einfluss auf das Kaufverhalten der Menschen gehabt haben.
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Und was passiert mit den Mitarbeitern des Baumarktes? Nach eigenen Angaben beschäftigte der Markt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ein- und Verkauf, Lager, Service und Verwaltung. Viele hätten sich, so Grünhoff im Gespräch mit der RP, bereits einen neuen Job gesucht, aktuell sollen noch etwas mehr als 15 Menschen im Hagebaumarkt arbeiten.
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