Rosenmontag auf dem Marktplatz: Schnittwunden trotz Glasverbots

Trotz des Glasverbots mussten die Helfer des DRK einige Schnittwunden versorgen.
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Trotz des Glasverbots mussten die Helfer des DRK einige Schnittwunden versorgen.

WERNE - Der gesamte Marktplatz war am Nelkendienstag noch eine klebrige Angelegenheit. Wegen des Glasverbotes hielten sich die Scherben aber in Grenzen. Trotzdem kam es vermehrt zu Schnittverletzungen, da die Gäste wohl ihre Stimmung mit kleinen Schnaps- und Likör-Fläschchen anheizten.

Mit dem friedlichen Verlauf der gesamten Karnevalsveranstaltung am Rosenmontag waren sowohl Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens als auch Jugendamt und Polizei zufrieden.

Über Langeweile brauchten sich die insgesamt 22 Helfer des DRK nicht zu beklagen. „Wir haben 24 Hilfeleistungen erbracht“, zog DRK-Ortsgruppenleiter Wilhelm Benning Bilanz. Dazu gehörten sechs Krankentransporte, die das DRK durchführte. Drei weitere Personen wurden vom Rettungsdienst der Stadt

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Werne ins Krankenhaus gebracht. „Bei den Verletzungen, die wir vor Ort behandeln konnten, handelte es sich mehrheitlich um Schnittwunden“, erläuterte Benning. Beim Schunkeln hatte wohl mancher Karnevalist das Gleichgewicht verloren. Bei den abtransportierten Jecken sei in den meisten Fällen der starke Alkoholkonsum ausschlaggebend gewesen. „Es waren aber nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Menschen, die zu tief ins Glas geschaut hatten oder wegen der Kälte versorgt werden mussten“, so der DRK-Leiter.

Fotos vom Rosenmontag:

Rosenmontagszug Werne

Rosenmontagszug Werne

Die Kreispolizei meldete zwei Platzverweise und acht Strafanzeigen. „Das war ein ruhiges Fest. Die Feiernden haben sich diszipliniert verhalten“, sagte Polizei-Pressesprecher Ralf Hammerl gestern auf Nachfrage.

Ebenso schildern Kordula Mertens und Stadtjugendpflegerin Dagmar Reuter den Rosenmontag. „Wir haben uns öfter ins Geschehen gemischt und auch einzelnen Gruppen von Minderjährigen Schnapsflaschen weggenommen, aber im Großen und Ganzen waren alle sehr friedlich“, so Mertens. Das Glasverbot auf Kirchplatz und Markt habe sich positiv bemerkbar gemacht. Dass es darüber hinaus zu Glasbruch in der Innenstadt gekommen sei, wäre nicht zu verhindern, so Mertens.

Das Team von Jugendamt und Jugendhilfe im Stopp& Go-Zelt auf dem Kirchplatz konnte so manchem Jugendlichen mit einem Brötchen und etwas Wärme wieder auf die Beine helfen. „Die Einrichtung hat sich bewährt“, so Reuter. - luk

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