Nicht nur im Wohnzimmer wird‘s warm

Heizkosten sparen: Wasserführende Kaminöfen verteilen die Wärme im ganzen Haus

Wer sich in Zeiten der Energiekrise nach einem Kaminofen umschaut, der stößt immer wieder auf wasserführende Modelle. Welche Vorteile bieten sie?

Sie wollen sich einen Kaminofen zulegen, um im Notfall auch mit Holz heizen zu können? Dann werden Sie im Handel auch auf wasserführende Holzöfen stoßen. Was es damit auf sich hat, und ob eine Anschaffung sinnvoll ist, zeigen wir im Folgenden.

Ein wasserführender Kaminofen hilft beim Energie sparen.

Was ist ein wasserführender Kaminofen?

Ein wasserführender Kaminofen (auch Kaminofen mit Wassertasche genannt) macht die erzeugte Wärme nicht nur in einem Zimmer, sondern im ganzen Haus nutzbar. Dafür ist der wasserführende Kaminofen an das Heizsystem des Hauses angeschlossen. Der Kaminofen verfügt über einen integrierten Wärmetauscher – eine Wassertasche –, der um die Brennkammer angebracht ist. Durch die Feuerhitze wird das drin enthaltene Wasser erwärmt und in einem Pufferspeicher (einem Warmwasserspeicher) zwischengelagert. Von hier aus kann die Wärme bei Bedarf im ganzen Haus verteilt werden.

Ist ein wasserführender Kaminofen sinnvoll?

Ein wasserführender Kaminofen ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie mit Ihrem Holzofen nicht nur wohlige Wärme erzeugen, sondern gleichzeitig auch Energiesparen wollen. Wasserführende Kaminöfen entlasten den Heizkessel Ihrer Zentralheizung. In der Übergangszeit in Herbst und Frühling können Sie die Zentralheizung so oft ganz auslassen. Das spart jede Menge Heizkosten, was ein entscheidender Vorteil ist. Um noch mehr Heizkosten zu sparen, empfehlen Experten übrigens eine Kombination aus Heizkessel, wasserführendem Kaminofen und Solarthermie. Ein weiterer Vorteil: Der beheizte Raum wird nicht so schnell überhitzt, was besonders bei Niedrigenergiehäusern oft vorkommt.

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Der Nachteil: Planung und Installation sind aufwendiger und komplizierter als bei einem normalen Kaminofen, da er mit dem Heizsystem verbunden werden muss. Dafür sollten Sie unbedingt einen Fachbetrieb beauftragen. Zudem sind wasserführende Öfen teurer und auch schwerer, was beim Aufstellort beachtet werden sollte.

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
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Wasserführender Kaminofen: Einsparpotential und mögliche Kosten

Wie viel Gas und Öl Sie letztendlich einsparen können, lässt sich laut Haus.de schwer beziffern. Generell soll das Heizen mit Holz rund 50 Prozent an Heizkosten sparen.

Und wie teuer ist der Einbau? Je nach Modell und Leistung müssen Sie laut dem Portal Energie-fachberater.de für einen wasserführenden Kaminofen mit folgenden Kosten rechnen:

  • Anschaffungskosten: zwischen 1.500 und 5.000 Euro
  • Einbau des Kaminofens: ab 200 Euro
  • evtl. Bodenplatte und Ofenrohre: ab 100 Euro
  • Pufferspeicher: ab 500 Euro

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Eine Förderung für wasserführende Kaminöfen gibt es bislang leider nicht – sehr wohl aber für wasserführende Pelletöfen, die von BAFA und KfW mit einem Zuschuss von mindestens 35 Prozent belohnt werden. Dafür ist aber auch der Anschaffungspreis mit mindestens 4.000 Euro für einen wasserführende Pelletofen meist höher.

Rubriklistenbild: © Winfried Rothermel/Imago

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