Flecken, Pilzbefall und kahle Stellen
Rasenpflege im Herbst: Vier Fehler sollten Hobbygärtner vermeiden
Der Herbst entscheidet über das Aussehen des Rasens im kommenden Jahr. Doch viele Gartenbesitzer begehen gravierende Pflegefehler.
Der Herbst entscheidet über das Aussehen des Rasens im kommenden Jahr. Doch viele Hobbygärtner machen bei der Rasenpflege in dieser kritischen Zeit gravierende Fehler, die monatelange Gartenarbeit zunichtemachen können. Experten warnen vor vier besonders häufigen Fehlern, die zu braunen Flecken, Pilzbefall und kahlen Stellen führen.
Fehler 1: Herbstlaub einfach liegen lassen
Was idyllisch aussieht, kann dem Rasen schaden: Viele Gartenbesitzer lassen das bunte Herbstlaub einfach auf der Rasenfläche liegen. Unter der nassen Blätterschicht bilden sich Pilzerkrankungen, die Grashalme erhalten zu wenig Licht und Sauerstoff. Die Folge sind braune Bereiche, die im Frühjahr zu kahlen Flecken werden. Ndr.de empfiehlt, Laub regelmäßig vom Rasen zu entfernen, da sonst Fäulnis entstehen kann, die den Graswurzeln schadet. Am besten verwendet man einen Laubrechen oder einen Rasenmäher mit Auffangkorb.
Fehler 2: Falscher Dünger zur falschen Zeit
Ein zweiter gravierender Fehler liegt bei der Herbstdüngung. Viele Hobbygärtner würden laut Ndr.de ungeeigneten Dünger verwenden. So fördert Sommerdünger mit viel Stickstoff das Wachstum – das Gegenteil dessen, was die Rasenfläche vor dem Winter benötigt. Die Halme werden weich und empfindlich gegen Frost und Erkrankungen. Herbstdünger mit viel Kalium kräftigt dagegen die Zellen der Pflanzen. Der richtige Zeitpunkt für die Herbstdüngung ist der Oktober, heißt es bei Ndr.de weiter. Ein kalibetonter organischer Herbstdünger gäbe dem Rasen die nötige Kraft für die kalte Jahreszeit und mache die Gräser resistenter gegen Frost und Krankheiten.
Fehler 3: Rasen zu kurz oder zu lang mähen
Beim letzten Rasenschnitt im Herbst ist die richtige Länge entscheidend. Ein häufiger Fehler sei es, den Rasen im Herbst zu kurz zu schneiden. Viele glauben, dass ein kurzer Rasen besser über den Winter kommt – das Gegenteil sei der Fall. Ist der Rasen zu kurz, sind die Halme ungeschützt gegen Frost und verlieren ihre Fähigkeit zur Photosynthese. Ndr.de empfiehlt eine Schnitthöhe von maximal fünf Zentimetern. Wird das Gras kürzer geschnitten, verliert der Boden einen Teil seines Schutzes und Frost kann leichter eindringen, berichtet Mein-schoener-garten.de. Bleibt das Gras jedoch zu lang, brechen die Halme bei Frost ab.
Fehler 4: Zu spätes Vertikutieren
Der vierte entscheidende Fehler liegt beim Vertikutieren: Wer diese Behandlung zu spät im Herbst vornimmt, beschädigt seine Rasenfläche dauerhaft. Nach September bleibt den Halmen keine Zeit mehr, sich vor dem Winter zu erholen. Wenn die Bodentemperatur auf etwa neun Grad fällt, stoppt der Rasen sein Wachstum – bis zu diesem Zeitpunkt muss die Herbstbehandlung beendet sein. Laut Ndr.de hört bei einer Bodentemperatur von etwa neun Grad Rasen auf zu wachsen, bis dahin solle die Pflege abgeschlossen sein.
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Die richtige Herbstpflege für den Rasen
Für einen gesunden Rasen im Frühjahr sollten Hobbygärtner ab September besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Die Herbstpflege beginnt mit dem richtigen Schnitt auf fünf Zentimeter Höhe, gefolgt von der Entfernung von Laub und Rasenfilz. Anschließend sollte ein kaliumreicher Herbstdünger ausgebracht werden, der die Pflanzenzellen stärkt und vor Frost schützt. Nur wer diese Schritte beachtet und die häufigsten Fehler vermeidet, kann sich im nächsten Jahr über einen sattgrünen Rasenteppich freuen. (Quellen: Ndr.de, Mein-schoener-garten.de, eigene Recherche)
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