Pflegeeinheit gegen Filz und Moos

Wann es sinnvoll ist, den Rasen zu vertikutieren und wie es schonend gelingt

Ein verfilzter Rasen mit Moos und Unkraut ist für viele Gartenbesitzer ein No-Go. Das Vertikutieren belüftet den Boden und macht das Gras sattgrün und kräftig.

Vor allem im Winter hat sich der Rasen verdichtet und das Gras befindet sich noch nicht in der Wachstumsphase. Feuchtigkeit liebendes Moos und wuchsfreudige Unkräuter habe leichtes Spiel, die Fläche zu dominieren. Hier ist es sinnvoll, rechtzeitig gegenzusteuern: Etwa zur Forsythienblüte ab Mitte April wird der Rasen auf etwa zwei bis drei Zentimeter zurückgeschnitten und danach vertikutiert. Dies liefert dem Gras Nährstoffe, frischen Sauerstoff und macht es widerstandsfähiger. Ob und wann genau Sie vertikutieren sollten, erfahren Sie hier.

Nicht jeder Rasen muss vertikutiert werden

Das Vertikutieren entfernt altes Moos und Rasenfilz. Diese werden zusammengeharkt und kompostiert.

Beim Vertikutieren ritzt man die Grasnarbe leicht an und befreit den Rasen ein- bis zweimal im Jahr von abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos und anderen Verfilzungen, sodass junge Grashalme Platz sowie Licht bekommen und die Stelle des unerwünschten Bewuchses einnehmen können: Der Rasen wird wieder dicht und Wasser kann besser abfließen. Daher sollte man der Wiese nach dieser Pflegeeinheit auch ein paar Wochen Ruhe gönnen und nicht zu stark beanspruchen, sodass sie sich gut erholen kann. Das Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt, da die Temperaturen noch nicht zu hoch sind und das Gras besonders wuchsfreudig ist. Ist der Rasen frei von Moos und Unkraut, ist auch das Vertikutieren keine Pflicht-Pflege. Die ersten zwei bis drei Jahre nach einer Neusaat sollte man auch nicht vertikutieren.

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Wie man beim Vertikutieren vorgeht

Beim Vertikutieren hat man die Möglichkeit, dies mithilfe eines normalen Rechens oder mit einem Handvertikutierer durchzuführen oder ein Vertikutiergerät zu verwenden. Letzteres lohnt sich eher für größere Flächen und lässt sich in vielen Gartencentern oder Baumärkten mieten.

Der Zeitpunkt selbst ist dann gut gewählt, wenn der Tag bei 15 bis 20 Grad Celsius einerseits nicht zu heiß und trocken ist, der Boden andererseits nicht zu nass ist. Der Rasenfilz sollte trocken sein.

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Rechen oder Handvertikutierer zieht man dann kräftig (aber nicht zu tief) erst in gleichmäßigen Längs- und daraufhin in Querbahnen über den Rasen. Dabei sammeln sie Moos und Unkräuter auf, die man regelmäßig entfernt und am besten kompostiert. Der Benzin- oder Elektro-Vertikutierer sollte nur auf eine Tiefe von drei Millimetern eingestellt werden – vertikutiert man zu tief, verletzt das sonst die Wurzeln der Gräser.

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Ältere Frau harkt einen Rasen und bückt sich, um etwas aufzuheben.
Ältere Frau mäht Rasen in ihrem Garten.
Vertikutierer auf Rasen mit Moos
Unkraut in Eimer auf Rasen
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In den ersten Wochen sollte man nun darauf achten, dass der Rasen genug Feuchtigkeit bekommt. Nach dem Vertikutieren wird der Rasen gedüngt – und falls der pH-Wert des Bodens zu niedrig ist, zuvor gekalkt. Dazwischen sollten mehrere Wochen liegen. Wenn es für den Rasen nötig ist, vertikutiert man ihn im frühen Herbst von Ende August bis Mitte Oktober ein zweites Mal.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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