Richtige Reihenfolge

Kalken, düngen und vertikutieren – wie Sie den Rasen nach dem Winter wieder fit machen

Vom Rasenmähen bis zum Kalken: Wenn man im neuen Jahr mit der Pflege und Frühlingskur des Rasens beginnt, ist die richtige Reihenfolge der Arbeitsschritte wichtig.

Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm auch ein neues Rasenjahr. Nach der Winterpause benötigt das Grün wieder Licht und viel Pflege, um für heiße Sommer fit zu sein und eine hohe Strapazierfähigkeit zu haben. Doch im Februar ist es noch zu früh, um mit den Maßnahmen zu beginnen, weil der Boden oft noch zu nass ist und der Rasen bis jetzt nicht mit dem Wachstum begonnen hat. Diese Zeit kann man gut nutzen, um den Rasenmäher auf Vordermann zu bringen und eine Bodenanalyse zu machen. Ab März stehen dann schon viele Aufgaben an und der Rasen benötigt nach der belastenden Winterzeit eine intensive Pflege.

Rasenmähen erst ab März

Mit dem ersten Rasenmähen im Jahr sollte man etwas Geduld haben, bis das Gras genug gewachsen ist.

Nur Geduld mit dem Rasenmäher. Erst sollte man dem Gras beim Wachsen zusehen. Ab März oder April, wenn der Rasen fast doppelt so hoch ist wie gewünscht, schneidet man ihn ab. Ist man dabei zu voreilig, können Spätfröste die zarten Blattspitzen erfrieren lassen. Mähen Sie etwa ein Drittel, höchstens die Hälfte der Grashöhe ab – mindestens vier Zentimeter sollten stehen bleiben.

Düngen erst nach dem Mähen

Wann der Rasen nach dem Winter das erste Mal gedüngt wird, hängt von der Art Ihres Bodens ab: Je schwerer der Boden ist, desto mehr Nährstoffe aus der Vorjahresdüngung wird er voraussichtlich noch enthalten. Einen leichten, eher sandigen Boden können Sie etwa ab März düngen, wenn keine längeren Fröste mehr drohen. Bei einem schweren, tonhaltigen Boden reicht dies oftmals ab Mai. Für andere Böden gilt: Wenn das Graswachstum zu langsam ist, benötigt es wahrscheinlich Nährstoffe. Düngen Sie möglichst an einem regnerischen Tag oder am Tag davor.

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Vertikutieren, um den Rasen zu belüften

Um den Rasenfilz zu entfernen, ist das Vertikutieren des Rasens innerhalb eines Gartenjahrs nicht oft nötig – je nach Zustand etwa ein bis zweimal. Das Frühjahr, von April bis Mai, ist der beste Zeitpunkt hierfür, da sich das Grün in den Folgemonaten gut erholen kann. Vertikutieren Sie nach dem Rasenmähen. Werden größere Moosanteile entfernt und es entstehen Lücken, ist bei einer Bodentemperatur über acht Grad Celsius auch eine Nachsaat möglich. Anschließend ist eine Düngergabe zu empfehlen. Um den Rasen noch intensiver zu belüften und zugleich zu lockern, kann einmal jährlich im Frühling auch das Aerifizieren eine sinnvolle Maßnahme sein.

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Ältere Frau harkt einen Rasen und bückt sich, um etwas aufzuheben.
Ältere Frau mäht Rasen in ihrem Garten.
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Unkraut in Eimer auf Rasen
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Kalken bei saurem Boden

Das Kalken des Rasens ist alle zwei bis drei Jahre möglich, sofern der pH-Wert des Rasens zu niedrig ist und das Gras matt aussieht. Bei sehr sauren Böden kann man auch einmal jährlich kalken. Die besten Monate hierfür sind März und April. Das Kalken führt dazu, dass das Gras wieder saftig grün wird und der Unkraut- und Moosbewuchs gebremst wird. Vor dem Kalken sollten Sie eine Bodenanalyse machen (zum Beispiel mit einem Test aus dem Gartenfachhandel), ein guter pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 7. Ist er zu niedrig, wird zunächst der Rasen gemäht, vertikutiert und gegebenenfalls aerifiziert. Das Düngen sollte nicht gleichzeitig, sondern entweder sechs bis acht Wochen vor oder nach dem Kalken erfolgen.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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