Heizen mit Holz

Welcher Anzünder ist der beste für den Kaminofen? Zeitungspapier gehört nicht dazu

Um den Kaminofen schnell und zuverlässig anzuheizen, braucht es einen geeigneten Anzünder. Auf alte Zeitungen sollten Sie aber besser verzichten.

Kaminöfen sorgen im Winter für behagliche Wärme im Haus. Damit das Feuer schnell und zuverlässig brennt, braucht es zum Anheizen aber auch das richtige Material. Einfach ein Streicholz an das Holzscheit halten – das funktioniert jedenfalls nicht. Im Handel sind für diesen Zweck verschiedene Kaminanzünder erhältlich, die beim Anheizen einfach unter die Anzündhölzchen gelegt und entzündet werden. Welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Anzünder bieten – und was sonst noch zu beachten ist.

Was eignet sich als Kaminanzünder?

Neben Brennholz und Anzündhölzchen braucht es auch einen geeigneten Anzünder, um den Kaminofen anzuheizen.

Kaminanzünder müssen schnell brennen, so viel steht fest. Doch nicht jedes Material, das gut brennt, ist im Kaminofen erlaubt, da beim Verbrennen giftige Gase entstehen können, wie die Verbraucherzentrale mahnt. Viele Kaminofenbesitzer greifen etwa nach wie vor zu Zeitungspapier, um ihren Ofen anzuheizen. Doch die Druckfarben enthalten Schadstoffe, die beim Verbrennen freigesetzt werden, weshalb alte Zeitungen ins Altpapier gehören, und nicht in den Kaminofen.

Auch sollte man auf paraffinhaltige Anzünder (“Grillanzünder“) verzichten, da diese auf Erdöl basieren und die Umwelt belasten. Die weißen, würfelförmigen Anzünder verströmen zudem einen eigenwilligen Geruch.

Nachhaltige Kaminanzünder bestehen dagegen aus Holzresten wie Holzwolle oder Sägespänen. Auch Holz, das aus FSC-zertifizierten Wäldern stammt, gehört zu den nachhaltigen Alternativen. Folgende Anzünder für den Kaminofen eignen sich deshalb besonders gut:

  • Ofenanzünder aus Wachs
  • Holzwolle
  • Kienspäne

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Vor- und Nachteile der verschiedenen Anzünder

Bei Kaminanzündern auf Wachsbasis handelt es sich um gepresste Holzfasern, die in Wachs getränkt wurden. Ihre Brenndauer ist ausreichend lang und gut. Sie sind völlig geruchsfrei, was vor allem geruchsempfindliche Ofenbesitzern zu Gute kommt. Trotz ihrer Bezeichnung als Bio- oder Öko-Anzünder kann das verwendete Wachs jedoch ebenfalls umweltbelastendes Praffin bzw. Stearin (aus Palmölwachsen, für die oft Wälder gerodet werden) enthalten, sofern nicht reines Bienenwachs verwendet wurde, informiert der Hersteller Schmucker-ofen.com.

Kaminofen richtig anheizen: 10 Tipps, damit es funktioniert

Ein Mann hält einen Holzscheit in der Hand.
Es sind verschiedene Hölzer zu sehen.
Feuer in einem Holzherd.
Es ist Glut in einem Holzofen zu sehen.
Kaminofen richtig anheizen: 10 Tipps, damit es funktioniert

Anzünder aus Holzwolle sind ebenfalls oft in Wachs getränkt und brennen sehr gut. Allerdings nehmen die beliebten Anzünder bei der Lagerung viel Platz weg. Die Brenndauer kann hier variieren.

Kienspäne gelten dagegen als echte „Bio“-Anzünder. Die verharzten Kiefernhölzchen wurden schon früher zum Ofenanheizen verwendet und verbreiten dabei einen angenehmen Duft. Kienspäne brennen besonders lange und gut, sind dafür aber auch im Preis etwas teurer und rußen relativ stark. Welche Holzscheite brennen eigentlich am längsten? Es kommt unter anderem auf die Sorte an.

Rubriklistenbild: © Bernd Feil/M.i.S./Imago

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