"Unzumutbarer Lärm"

Anwohner schreiben 150 Beschwerdebriefe - weil junge Familie zu laut ist

Jeder Anwohner möchte seine Ruhe haben - aber was wenn der Nachbar keine Schuld am Lärm hat?
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Jeder Anwohner möchte seine Ruhe haben - aber was wenn der Nachbar keine Schuld am Lärm hat?

Dieser Fall sorgt für Stirnrunzeln: Ein junge Mutter wird vor Gericht gezerrt, weil sie und ihre Kinder zu viel Lärm machen - so endete der Fall.

Laut zufallende Türen, Geräusche aus der Toilette - wegen "unzumutbaren Lärms" einer jungen Mutter verfassten Anwohner in England 150 Beschwerdebriefe. Die Wohnbaugesellschaft Curo nahm sich der Sache in der Nähe von Bristol, Großbritannien an und brachte den Fall im letzten Jahr vor das Landesgericht.

Landesgericht schaltet sich ein - und gibt etwas anderem die Schuld am Lärm

Dort entschied der Richter jedoch zugunsten der Frau, wie das Online-Portal Bristol Live berichtet: Zwar hätte sie Vereinbarungen aus dem Mietvertrag verletzt, doch Schuld an dem Lärm sei nicht die Mutter, sondern der schlechte Schallschutz im Haus. Dies entnahm der Richter den Tonaufnahmen, die präsentiert wurden. So könnten sich Nachbarn schon durch Gespräche oder die Toilettenspülung gestört fühlen.

Besonders angegriffen fühlte sich der Nachbar, der in der Wohnung unter der Frau lebt. Seiner Meinung nach wäre der Tumult direkt an ihn und seine Familie gerichtet. Deshalb zog die Wohnbaugesellschaft mit dem Fall nun vor den High Court, um die Frau zur Räumung zu zwingen.

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Die junge Mutter gab zu, dass der Lärm aus ihrer Wohnung kam und gab an, dass ihre beiden "höchst aktiven" Kinder für einen Großteil der Beschallung sorgen würden. Jedoch sah auch dieses Gericht nicht die Schuld bei der Mutter - auch wird ihr keine Absicht hinter dem Lärm angekreidet. Hier ist man ebenfalls der Meinung, die schlechte Isolierung wäre Schuld an der Geräuschkulisse. "Insgesamt kam er (Anm. d. Red.: der Richter) zu dem Ergebnis, dass es nicht angemessen sei, einen Räumungsbefehl zu geben." Der Nachbar muss also wohl oder übel mit dem Lärm leben - dieser sei nicht "vermeidbar".

Auch interessant: Sie leiden selbst am Lärm der Nachbarn? Das können Sie tun.

fk

Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen.
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030.
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen.
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben.
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