Obstsorten erfolgreich anbauen
Heidelbeeren pflanzen: So ernten Sie besonders viele Früchte
Heidelbeeren lassen sich ganz einfach im Beet oder Kübel pflanzen. Beim Anbau spielt die richtige Erde eine entscheidende Rolle.
Heidelbeeren lassen sich in zwei Sorten unterscheiden: Die heimische Wildheidelbeere (Vaccinium myrtillus) und die gezüchtete Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum), die von nordamerikanischen Arten abstammt. Was schon die alten Römer wussten, hat die heutige Forschung bestätigt: Heidelbeeren wirken entzündungshemmend. Dabei verfügen unsere heimischen Exemplare aus dem Wald über deutlich mehr Vitamine und Mineralien als ihre amerikanischen Verwandten. Die Kulturheidelbeeren sind jedoch intensiver im Geschmack und tragen deutlich mehr Früchte.
Heidelbeeren pflanzen: Auf die richtige Erde kommt es an
Die Blaubeersträucher können Sie sowohl ins Beet als auch in den Kübel pflanzen. Wichtig ist, dass Sie die richtige Erde verwenden. Heidelbeeren fühlen sich in sandig-moorigem und saurem Boden besonders wohl. Ein ph-Wert von 3,5 bis 4 ist optimal, damit die Pflänzchen wachsen und gedeihen. Beim Anbau benutzen Sie deshalb am besten Spezialerde für Erdbeeren oder Rhododendron.
Heidelbeeren bevorzugen einen sonnigen Standort. Wenn Sie zwei unterschiedliche Arten zusammen einpflanzen, erhöhen Sie Ihren Ernteertrag deutlich. Wichtig ist außerdem, dass Sie Ihre Blaubeersträucher nicht zu tief in die Erde setzen. Die Pflanzen gehören zu den Flachwurzlern. Das bedeutet: Das Loch darf nur so tief sein, dass die Oberkante des Wurzelballens ein bis zwei Finger breit aus der Erde herausschaut.
So pflegen Sie Ihre Blaubeersträucher
Heidelbeeren sind sehr pflegeleicht. In den ersten fünf Jahren müssen Sie die Sträucher nicht zuschneiden. Wenn Sie im ersten Jahr die Blüten ausbrechen, können Sie zwar keine Beeren ernten – die Pflanze wächst jedoch besser. Kalk vertragen die Sträucher absolut nicht. Sobald der Kalkgehalt im Boden leicht steigt, bekommen Heidelbeeren gelbe Blätter und hören auf zu wachsen. Gießen Sie die Pflanzen deshalb ausschließlich mit kalkarmem Wasser. Gut geeignet ist hierfür Regenwasser. Das sammeln Sie zum Beispiel ganz einfach in einer Regentonne (werblicher Link).
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Auf einen Blick: Darauf kommt es an, wenn Sie Heidelbeeren pflanzen
- Der richtige Zeitpunkt, um Heidelbeeren zu pflanzen, ist entweder im Frühling oder im Herbst.
- Bauen Sie zwei unterschiedliche Sorten an – dann ernten Sie mehr Beeren.
- Blaubeersträucher bevorzugen einen sonnigen Standort.
- Die Pflanzen dürfen nicht zu tief in die Erde gesetzt werden.
- Heidelbeeren brauchen einen sauren Boden, um zu gedeihen. Spezialerde für Erdbeeren oder Rhododendron eignet sich auch für Heidelbeersträucher gut.
- Wenn Sie die Blüten im ersten Jahr herausbrechen, ernten Sie zwar keine Beeren – die Sträucher wachsen jedoch besser.
- Gießen Sie mit Regenwasser oder kalkarmem Leitungswasser.
Gut zu wissen: Wenn Sie Ihre Heidelbeeren pflanzen, ist eine gute Bewässerung wichtig. Das gilt ebenso für die folgenden Jahre. Sorgen Sie dafür, dass der Boden ab der Blütezeit gleichmäßig feucht ist. Dann ernten Sie viele geschmackvolle Beeren.
Rubriklistenbild: © H.-R. Mueller/IMAGO
