Lichterketten & Co.
Wie viel Strom kostet eigentlich die Weihnachtsbeleuchtung?
In der Weihnachtszeit wird nahezu jedes Haus mit Lichterketten und leuchtenden Fensterdekoration geschmückt. Das kann schnell ins Geld gehen.
Was wäre Weihnachten ohne Lichterketten, Kerzenlicht oder geschmückte Häuserfassaden? Bei der Weihnachtsbeleuchtung sollten Sie jedoch immer auch ein Auge auf den Stromverbrauch werfen: Einige Modelle können sich als wahre Stromfresser erweisen und die Energiekosten in der besinnlichen Zeit in die Höhe treiben. Mit welchen Kosten Sie für die Weihnachtsbeleuchtung rechnen müssen, hat unter anderem die Verbraucherzentrale vorgerechnet.
Lichterketten am Haus: So hoch sind Stromverbrauch und Kosten
Laut Berechnungen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) verbraucht die Weihnachtsbeleuchtung deutschlandweit so viel Strom wie in eine mittelgroße Stadt im gesamten Jahr. Wie hoch dabei der individuelle Stromverbrauch eines Haushalts ausfällt, kann man leicht selbst ausrechnen. Dafür multipliziert man die Leistung der Leuchtdeko in Watt und die Betriebsdauer in Stunden miteinander. Welche Leistung die Lichterkette hat, steht auf der Verpackung und hängt unter anderem von der Anzahl der Lämpchen ab.
Doch auch die Art der Leuchte spielt beim Energieverbrauch eine Rolle. Laut Verbraucherzentrale verbrauchen Lichterketten oder Lichterschläuche mit herkömmlichen Glüh- oder Halogenlampen im Vergleich zu den moderneren LED-Lampen ein Zehnfaches des Stroms. Gleichzeitig halten LED-Lampen rund 100-mal länger. Welche Stromkosten man für die Weihnachtsbeleuchtung in etwa veranschlagen muss, rechnet dieVerbraucherzentrale vor:
- Bei einer Leuchtdauer von 8 Stunden am Tag veruŕsacht eine LED-Lichterkette in vier Wochen Stromkosten von etwa 40 Cent.
- Für eine Lichterkette mit konventionellen Glüh- oder Halogenlämpchen muss man schon mit Kosten von 4 Euro, also dem Zehnfachen, rechnen.
Die Verbraucherzentrale geht bei ihren Berechnung von einer Lichterkette mit 24 Lämpchen und einem Strompreis von 35 Cent pro kWh aus. Bei einer Lichterkette bleibt es jedoch meist nicht – somit kann die gesamte Weihnachtsbeleuchtung schnell teuer werden, vor allem, wenn noch alte Lichterketten mit Glüh- oder Halogenlämpchen genutzt werden. Beim Kauf einer neuen Lichterkette sollten Sie auf die wichtigsten Sicherheits-Kennzeichen achten.
11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?




Tipps zum Stromsparen mit der Weihnachtsbeleuchtung
Um Kosten zu sparen, müssen Sie Ihre Lichterketten nicht gleich in den Keller verbannen. Mit folgenden Tipps dürfte sich die Stromrechnung für die Weihnachtsbeleuchtung in Grenzen halten:
- LED-Lichterketten verwenden: Steigen Sie nach und nach auf energiesparende LED-Weihnachtsbeleuchtung um.
- Keine Dauerbeleuchtung: Lassen Sie die Weihnachtsdeko nicht permanent brennen, sondern schalten sie nur ein, wenn sie benötigt wird. Hier lohnt sich eine Zeitschaltuhr, welche die Leuchtdauer automatisch regelt. Manche Lichterketten schalten sich auch automatisch nach einer gewissen Zeit ab.
- Solarbetriebene LED-Lichterketten senken den Stromverbrauch bei der Außenbeleuchtung.
- Verzichten Sie auf Zusatzfunktionen: Licht dimmen oder Farbwechsel können laut BUND den Energieverbrauch zusätzlich erhöhen.
Was tun, wenn die blinkende Weihnachtsbeleuchtung des Nachbarn stört? In bestimmten Fällen haben Anwohner das Recht, sich zu wehren.
Rubriklistenbild: © Marco Kneise/Imago
