Bis zu 3000 Euro
Mallorca-Urlaubern droht Bußgeld – Regeln am Ballermann 2023 verschärft
Auf Mallorca müssen Urlauber 2023 einige Benimm-Regeln beachten. Besonders an der Playa de Palma wird streng kontrolliert. Betroffen sind Alkohol, Kleidung und mehr.
Hamm - Die wohl beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen will nicht erst seit 2023 das Image des Sauftourismus loswerden. Der Plan bis 2023: Mallorca soll das neue Ibiza werden und Urlauber anlocken, die nachhaltige Reisen unternehmen wollen. Besonders die Party-Hochburg „El Arenal“ mitsamt der Playa de Palma ist den Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Urlauber müssen unter anderem am Ballermann 2023 deshalb einige Benimm-Regeln beachten, die es in der Vergangenheit so noch nicht gab.
Benimm-Regeln auf Mallorca 2023: Urlaubern droht bei Missachtung Bußgeld
Nach zwei Jahren Corona-Pause feierten die Gastronomie und Hotels im Sommer 2022 eine Rekordsaison. Nie zuvor flogen so viele Touristen auf die spanische Insel. Gut für diejenigen, die von dem hohen Andrang profitieren. Die Hotels riefen horrende Preise für Übernachtungen auf. Schlecht für die, die gegen den Sauf-Tourismus wirken wollen. Doch die Inselregierung hat sich etwas einfallen lassen, um dem zum Teil ausartenden Feierwütigen Einhalt zu gebieten.
Seit einiger Zeit gelten Benimmregeln, die Urlauber auch 2023 beachten sollten. Wer gegen den Verhaltenskodex auf Mallorca, wo zudem die medizinische Versorgung angepasst wird, verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Mindestens 100 Euro werden fällig, sollten die Behörden aufmerksam werden. Schwere Verstöße ziehen Kosten von bis zu 3000 Euro nach sich.
Benimm-Regeln auf Mallorca 2023: Rauchverbot, Alkoholkonsum, Kleiderordnung
Gilt an einigen Stränden auf der gesamten Urlaubsinsel Mallorca ohnehin schon ein Rauchverbot, soll im Sommer 2023 besonders an der Playa de Palma streng kontrolliert werden. Folgende Benimm-Regeln gelten vom 1. April bis 1. Oktober rund um die Playa de Palma:
- Kleiderordnung: Keine Flip-Flops, Badebekleidung oder oberkörperfrei in Bars und Restaurants.
- Keine T-Shirts mit alkoholverherrlichendem Aufdruck.
- Kein Eintritt für Menschen mit rassistischen, homophoben oder antisemitischen Tätowierungen.
- Alkoholverbot in den Straßen Carrer de Miquel Pellisa, Carrer Missió de San Diego, Carrer del Llaüt und Carretra de s’Arenal.
- All-Inklusive mit Alkohol in Ballermann-Hotels ist verboten.
- Alkohol-Verkauf nach 21.30 Uhr ist verboten.
- Trinkgelage auf der Straße sind verboten.
- Drogenkonsum in Partylokalen ist verboten.
- Verbot von Sexpuppen, Kostüme, Megafone und Lautsprecher.
- Rauchverbot beim Gehen auf offener Straße sowie der Restaurant-Terrasse.
- Kaufverbot bei fahrenden Straßenhändlern.
Mittlerweile haben es sich Anwohner zur Aufgabe gemacht, die Strafverfolgungsbehörde Mallorcas zu unterstützen. Das Programm „Por una Playa de Palma Cívica“ hat eine Twitter-Seite ins Leben gerufen, auf der Regelverstöße öffentlich angeprangert werden. Anwälte verfolgen diese im Hintergrund strafrechtlich. Gut möglich also, dass der eine oder andere nichtsahnende, feierwütige Urlauber dort bildlich festgehalten wird.
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