Krankenhäuser
Medizinische Versorgung wird angepasst - Droht Urlaubern „Chaos“ auf Mallorca?
Mallorca-Urlauber müssen sich im Sommer auf eine Änderung bei der medizinischen Versorgung einstellen. Ein Politiker befürchtet ein „komplettes Chaos“.
Hamm - Niemand wird gerne krank. Erst recht nicht im Urlaub. Im Bett liegen, während sich der Rest der Familie bei geschmeidigen 28 Grad im Schatten am Pool oder im Meer vergnügt, ist übel. Noch viel schlimmer ist es, wenn man am Urlaubsort sogar ins Krankenhaus muss, um sich dort behandeln zu lassen. In diesem Punkt müssen sich Urlauber auf Mallorca auf eine Änderung einstellen.
| Insel | Mallorca |
| Hauptstadt | Palma |
| Inselgruppe | Balearen |
Änderung für Mallorca-Urlauber: Touristen nicht mehr in private Krankenhäuser
Mallorca-Touristen, die im Urlaub ärztliche Versorgung brauchen, werden ab dem 15. Juni 2023 nur noch von der balearischen Gesundheitsbehörde Ib-Salut behandelt. In den vergangenen zwei Jahren war es Urlaubern auch möglich gewesen, sich von Privatkliniken behandeln zu lassen.
Die wegen der Corona-Pandemie im Juli 2021 eingeführte Kooperation des staatlichen Gesundheitssystems mit privaten Anbietern besteht ab Sommer 2023 nun nicht mehr, wie die Mallorca-Zeitung unter Berufung auf das Diario de Mallorca berichtet. Privatkliniken und private Ärztezentren auf der beliebten Baleareninsel hätten ab dem 15. Juni 2023 nicht mehr die Abdeckung der staatlichen Ib-Salut, um Urlauber zu behandeln.
Die Kooperation, die auf Mallorca und den benachbarten Balearen-Inseln galt, sollte in Corona-Zeiten eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. Urlauberinnen und Urlauber, die ab Juli 2021 einen Krankenwagen riefen, wurden in der Regel sofort in eine Privatklinik gebracht. Wer sich in eine öffentliche Klinik begab, konnte an ein privates Krankenhaus überstellt werden. Nach einer Statistik von Ib-Salut ist allein Letzteres in den vergangenen zwei Jahren in mehr als 6.000 Fällen geschehen.
Änderung für Mallorca-Urlauber: Ende der Kooperation mit Privatkliniken
Nicht jeder ist glücklich mit dem Auslaufen der Kooperation. Auf der Ferieninsel wachsen die Befürchtungen, dass die staatlichen Krankenhäuser rechtzeitig zur Hauptsaison wieder überlastet werden könnten. Ein Politiker befürchtet sogar „ein komplettes Chaos in den Notaufnahmen“.
Angesichts des miserablen Wetters am Mittelmeer mit Unwetter, Sturmböen und Dauerregen stellen sich besorgte Touristen die Frage: Kann man den Urlaub in solchen Fällen kostenlos stornieren?
Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa