Was Einfluss nimmt

Demenz im Alter vorbeugen: Zehn Tipps, mit denen Sie täglich Ihr Risiko senken können

Zwei Männer, die Kaffee trinken.
1 von 10
Kaffelieberhaber unter Ihnen wird es freuen: ein bis zwei Tassen des Wachmacher-Getränks können nachweislich das Risko einer Demenz senken. Zu viel Kaffeegenuss von über vier bis fünf Tassen hat hingegen einen gegenteiligen Effekt. „Es kommt auf die Ausgewogenheit an, daher ist mäßiger Kaffeekonsum in Ordnung, aber zu viel ist wahrscheinlich nicht zu empfehlen“, erklärt Dr. Kelsey R. Sewell vom Advent Health Research Institute in Orlando zu den neuesten Studienergebnissen, die am 30. Juli auf der „Alzheimer‘s Association International Conference (AAIC) 2024“ vorgestellt wurden.
Heidelbeeren in der Hand
2 von 10
Neben dem Kaffee zum Frühstück kann auch eine Handvoll Beeren (maximal 100 Gramm pro Tag) das Gehirn schützen. Dunkle Beeren wie Heidelbeeren und Schwarze Johannisbeeren sind nicht nur dank ihrer Polyphenole so gesund. Auch ihr hoher Anteil an Vitamin C reduziert nachweislich die Plaquebildung in den Gefäßen, was als Risikofaktor für Demenz gilt. 
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
3 von 10
Zum Mittag- oder Abendessen sollten Sie regelmäßig auf gesunde Fettsäuren setzen, die beispielsweise in Fisch und Olivenöl enthalten sind. Genießen Sie dazu bestimmte Gemüsesorten, insbesondere Zucchini und Auberginen, die reich an Stigmasterol sind und zellschützende Wirkung im Gehirn übernehmen. Eine gesunde Ernährung mit vorzugsweise mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirkt sich zudem positiv auf die Cholesterinwerte aus.
Paar joggt
4 von 10
Für wen es am Morgen zu anstrengend ist, kann das Joggen oder Spazierengehen auf den Nachmittag oder frühen Abend verlegen. Schon 30 Minuten Bewegung und moderates Training pro Tag fördern die Durchblutung und unterstützen die Gehirnfunktion, was das Risiko für Demenz reduziert.
Frau am Computer unter Stress mit Kopfschmerzen
5 von 10
Steht ein Mensch unter häufiger Belastung und fühlt sich permanent gestresst, steigt der Blutdruck an. Dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu chronischen Durchblutungsstörungen im Gehirn führen und das Risiko für eine vaskuläre Demenz erhöhen. Chronischer Stress lässt zudem den Cortisolspiegel ansteigen, was das Gehirn schädigen kann. Bauen Sie rechtzeitig Stress ab und schützen das Gehirn, indem Sie sich regelmäßig Pausen gönnen und durch Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen ergänzen.
Mann mit Kaffee beim Telefonieren
6 von 10
Stressfreie Pausen können Sie für einen Austausch mit Kollegen oder ein Gespräch mit der Familie sowie Freunden nutzen. Soziale Interaktionen sind für die Gesunderhaltung des Gehirns wichtig. Täglicher Kontakt zu Mitmenschen kann nicht nur die positive Stimmung erhalten, sondern fördert auch die kognitiven Fähigkeiten. Ein Mangel an sozialem Austausch kann laut einer Langzeitstudie der Fudan Universität in China mit der Zeit zu einem Abbau der grauen Hirnsubstanz führen und die Wahrscheinlichkeit einer späteren Demenzerkrankung um ca. 26 Prozent erhöhen.
Alzheimer disease AD, Asian elderly woman playing sudoku puzzle game to practice brain training for dementia prevention.
7 von 10
Wer seine freie Zeit lieber anders als mit Gesprächen füllen möchte, sollte öfters Bücher lesen, neue Fähigkeiten erlernen – das kann auch ein Musikinstrument sein – oder einfach Kreuzworträtsel sowie Sudoku lösen. Alle Aktivitäten, die Ihre geistige Flexibilität fördern, können das Demenzrisiko senken.
Frau hört über Kopfhörer Musik
8 von 10
Der wohlverdiente Feierabend darf dann auch ruhig öfters mit Musik eingeläutet werden! Diese fördert und verbessert kognitive Fähigkeiten. Doch Vorsicht: die Lautstärke sollten Sie eher gemäßigt wählen, um Hörverlust vorzubeugen. Schwerhörigkeit gilt als ein entscheidender Risikofaktor für Demenz, wenn sie nicht behandelt wird. Mediziner gehen davon aus, dass ein Hörverlust vermutlich zu Schäden im Gehirn führen kann. Wer bereits Schwierigkeiten mit dem Hören hat, sollte sich frühestmöglich mit einem Hörgerät behandeln lassen, um das Risiko einer Demenz zu senken.
Mann und Frau stoßen mit Alkohol an
9 von 10
Nach einem anstrengenden Tag gönnen sich so manche zur Entspannung gerne ein Glas Wein oder Bier. Regelmäßiger und hoher Alkoholkonsum kann jedoch eine frühe Demenz auslösen, wie die „Ärztezeitung“ berichtet. Alkoholmissbrauch ist einer französischen Studie zufolge mit 32 Millionen Personendaten eine entscheidende Ursache für eine früh beginnende Demenz vor dem 65. Lebensjahr, insbesondere bei Männern.
Paar schläft im Bett
10 von 10
Achten Sie zudem auf ausreichend erholsamen Schlaf von mindestens sieben bis acht Stunden, denn Schlafmangel kann die Bildung von schädlichen Proteinablagerungen im Gehirn fördern, die wiederum mit Alzheimer in Verbindung stehen.
  • Natalie Hull-Deichsel
    VonNatalie Hull-Deichsel
    schließen

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, kann im Alltag nachweislich reduziert werden. Wie Sie mit einfachen Gewohnheiten täglich etwas für Ihre Gehirngesundheit tun.

Wenn es um eine mögliche Demenz-Erkrankung geht, ist es essenziell, nicht nur die elf frühen Anzeichen zu erkennen, die oft schon Jahre vor einer Diagnose auftreten können, sondern auch den Verlauf der Demenz-Krankheit in ihren sieben Phasen zu verstehen. Zudem spielen bestimmte Risikofaktoren eine zentrale Rolle. Zu den primären Risiken gehören die genetische Veranlagung, die das Erkrankungsrisiko erhöht, sowie das natürliche Älterwerden, das ebenfalls einen bedeutenden Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Demenz oder Alzheimer-Erkrankung hat. Diese beiden Faktoren sind entscheidend für das Verständnis der Krankheitsentwicklung.

Eine ungesunde Lebensweise ebenso wie unbehandelte Erkrankungen, beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck oder starkes Übergewicht (Adipositas), können zudem das Risiko für neurologische Schäden im Gehirn erheblich steigern – insbesondere dann, wenn diese Risikofaktoren nicht frühzeitig erkannt und therapiert werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © adamgregor/Imago

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Kommentare