Booster?

Neue Corona-Variante EB.5: Wie sinnvoll eine weitere Impfung ist

Derzeit breitet sich die neue Corona-Variante EG.5 weltweit aus. Grund zur Panik besteht allerdings nicht. So sinnvoll ist eine erneute Impfung gegen „Eris“.

Hamm - Die Erinnerung an die Jahre ab 2020 ist für viele Menschen eine durchaus düstere. Das Coronavirus breitete sich auf dem ganzen Globus aus, viele Menschen starben – und der Alltag wurde temporär stark eingeschränkt, zum Teil sogar ganz auf Eis gelegt. Seitdem wurden vorbeugende Maßnahmen wie Impfungen gegen das Coronavirus eingesetzt, die Pandemie scheint Geschichte. Nun breitet sich mit EG.5 eine neue Variante aus. Wie sinnvoll ist jetzt eine erneute Covid-Impfung?

Neue Corona-Variante EB.5: Wie sinnvoll jetzt eine erneute Impfung ist

In Deutschland droht eine Infektionswelle mit der neuen Corona-Variante EG.5, auch „Eris“ genannt. Einige Kindergarten- und Kitagruppen mussten ob der Flut an Krankmeldungen bereits schließen. Die Symptome bei EG.5 sind mittlerweile jedem bekannt, der sich nur ein wenig mit dem Coronavirus auseinandergesetzt hat. Zumal „Eris“ lediglich eine weitere Mutation ist, die anderen Subvarianten sehr ähnlich ist. Panik ist also unangebracht – auch bei der Frage nach einer weiteren Impfung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kategorisierte EG.5 als „Virusvariante von Interesse“. Nach nunmehr dreieinhalb Jahren Kontakt mit dem Coronavirus ist das menschliche Immunsystem genügend vorbereitet auf die neue Corona-Variante. Zwar geht die Immunität mit der Zeit zurück. Laut Kassenärztlicher Vereinigung sind weiterhin zwei Impfungen mitsamt Booster-Impfung oder Infektion mit dem Coronavirus für Personen ohne Grunderkrankungen ausreichend. Auch für Kinder ohne „relevante Grundkrankheit“ sei eine Booster-Impfung laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) ob der milden Verläufe unangebracht.

Corona-Variante EB.5: Impfung macht nur selten Sinn

„Aktuell gilt noch immer: Zwei Impfungen plus ein Booster geben einen guten Schutz gegen das Virus ab“, sagte Virologe Martin Stürmer im ZDF. Allerdings verwies Stürmer darauf, dass Menschen im medizinischen Bereich oder ab dem 60. Lebensjahr gut beraten wären, würden sie sich eine vierte Impfung abholen.

Ohnehin solle jeder selbst entscheiden und den Entschluss dann vom persönlichen Befinden abhängig machen. Der Schutz einer Auffrischungsimpfung hält in der Regel zwölf Monate. Wer sich dennoch gegen die neue Corona-Variante EG.5 impfen lassen will, kann dies bei den niedergelassenen Haus- und Fachärzten und in Apotheken tun. Impfungen gegen das Corona-Virus sind seit April 2023 Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Wer sich mit einer Corona-Variante infiziert, ist einige Tage ansteckend.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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