Nahrungsergänzungsmittel überdenken

Erhöhtes Lungenkrebs-Risiko: Vorsicht bei der Einnahme von Vitamin A, Vitamin B6 und B12

Vitamine können grundsätzlich das Risiko für Krebs senken. Doch die Deutsche Krebsgesellschaft warnt vor zusätzlicher Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

Viele Menschen streben danach, ihren Körper bestmöglich zu ernähren, indem sie sich mit gesunden Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Und so manche greifen daher zu Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten, obwohl kein Mangel beispielsweise an Vitamin B12 vorliegt. Immer mehr Experten rufen zur Vorsicht auf, wenn es um die Einnahme von hoch dosierten ACE-Vitaminen und Multivitamin-Präparaten geht. Viele der frei verkäuflichen Vitaminpräparate würden keine signifikanten Vorteile bieten, wie Studien zeigen. Es zeigte sich sogar, dass das Krebsrisiko, insbesondere für die Lunge, erhöht ist, so das Deutsche Krebsforschungszentrum.

Welchen Einfluss Vitamine auf die Entwicklung von Krankheiten nehmen

Studien zeigen, dass die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel das Lungenkrebs-Risiko erhöhen kann.

Inzwischen weisen verschiedene Untersuchungen, wie eine Studie aus dem Journal of Clinical Investigation darauf hin, dass das Risiko, einen bösartigen Tumor in der Lunge zu entwickeln, durch die zusätzliche Einnahme von Vitaminen begünstigt werden kann.

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Vitamine in Obst und Gemüse senken grundsätzlich das Krebsrisiko

Wichtig zu wissen ist, dass Vitamine wichtig zur Prävention von Krebs sind. Vitamine, die normal über die Ernährung aufgenommen werden, stellen grundsätzlich kein erhöhtes Krebsrisiko dar, nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums. Vielmehr wird dadurch sogar das Krebsrisiko gesenkt. Manche hoch dosierte Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel, die dem Körper zusätzlich zugeführt werden, können jedoch ein Risiko für die Entwicklung von Krebs darstellen.

Die Untersuchungen belegen insbesondere einen Zusammenhang zwischen einem erhöhten Lungenkrebsrisiko und der Wirkung folgender Vitamine:

  • Vitamin A und Beta-Carotin: Besonders Menschen, die ohnehin zur Risikogruppe für die Entstehung von Lungenkrebs zählen – beispielsweise Raucher oder Personen, die mit Asbest arbeiten – zeigen ein zusätzlich erhöhtes Risiko durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin A und Beta-Carotin.
  • Vitamin B6 und B12: Es wurde festgestellt, dass Männer, die über einen längeren Zeitraum hoch dosiert Vitamin B6 und Vitamin B12 einnahmen, ein gesteigertes Risiko für Lungenkrebs aufwiesen. Dieses Risiko wurde bei Frauen nicht beobachtet.

Krebs-Risiko mit gesunden Lebensmitteln senken: Brokkoli, Knoblauch, Zwiebel und Lauch können schützen

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Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der zusätzlichen Einnahme von Vitamin C und Lungenkrebs ist bisher nicht ausreichend belegt. Laut Experten sind weitere Studien erforderlich, um einen möglichen Einfluss zu verifizieren. Es gibt jedoch bereits Hinweise aus der Forschung, dass hoch dosierte Vitamin-C-Präparate – insbesondere bei Frauen – das Risiko für Lungenkrebs erhöhen könnten.

Während manche Vitamine in Verdacht stehen, das Krebsrisiko zu erhöhen, kann beispielsweise die Einnahme von Vitamin D zur Vorbeugung oder Verzögerung von Demenz hilfreich sein, wie Studien zeigen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Ziga Plahutar/Imago

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