Sie ist erst fünf Jahre alt

Mädchen bekommt mit vier Periode - nun droht ihr die Menopause

Was die kleine Emily durchmacht, scheint unvorstellbar: Mit nur fünf Jahren durchlebt sie bereits die Pubertät – und die Menopause folgt bald auf dem Fuße.

Mit zwei Jahren hatte sie schon eine Oberweite, mit gerade mal vier bekam sie zum ersten Mal ihre Periode – und nun muss sie mit nur fünf Jahren wohl bald die Menopause und ihre Strapazen fürchten.

Mit vier bekommt Emily bereits ihre Periode - dann folgt die unfassbare Diagnose

Doch von Anfang an: Als Emily Dover aus Gosford, Australien, noch ein Kleinkind ist, entwickelt sie innerhalb eines Jahres einen strengen Körpergeruch, sie bekommt Akne und ihr wächst Schamhaar. Ihre Mutter Tam erinnert sich, als sie das erste Mal zu bluten anfängt: "Weil sie Probleme hatte auf die Toilette zu gehen, dachte sie erst, sie hätte in ihre Unterhose gemacht." Doch schnell wurde der 41-Jährigen klar, mit ihrer Tochter stimmt etwas nicht. "Sie hatte nie wirklich die Möglichkeit, ein kleines Mädchen sein zu dürfen", verrät sie dem britischen Mirror traurig.

Emily durchlebt in nur wenigen Monaten, was Teenager über mehrere Jahre hinweg erfahren. Dennoch verstehe die Kleine noch nicht, warum und achte sehr genau auf ihren Körper. "Es ist schwierig, ihr zu erklären, was da gerade mit ihr passiert", erklärt Tam. "Sie weiß, dass sie anders ist und sie weiß, dass sie auch schon viel größer als die anderen Kinder ist." Die Diagnose bekamen Emilys Eltern schließlich im Sommer 2017: die Addison-Krankheit.

Was ist die Addison-Krankheit?

Bei der Addison-Krankheit, auch Morbus Addison genannt, handelt es sich um eine seltene, primäre Nebennierenrindeninsuffizienz. Die Erkrankung führt zu einem Mangel der von ihr produzierten Hormone, unter anderem Cortisol, Aldosteron und Androgene.

Oftmals liegt eine Autoimmunerkrankung zugrunde, bei der körpereigene Zellen allmählich das Nebennierengewebe zerstören. Typische Symptome sind:

  • Appetitmangel
  • Übelkeit
  • Gewichtsverlust
  • schwaches Immunsystem
  • Chronisch niedriger Blutdruck
  • Hunger nach Salz
  • braune Verfärbung der Haut
  • Depressionen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen

Meist kann die Krankheit nur durch die zusätzliche Gabe der entsprechenden fehlenden Hormone behandelt werden. Die Therapie muss dann ein Leben lang erfolgen.

Auch bei Emily sind die Hormone der Nebennierenrinde nicht nur außer Kontrolle, sondern diese produziert auch noch zu wenig von ihnen. Zudem leidet sie an Frühreife, bei der die Pubertät zu früh einsetzt sowie an einem Adrenogenitalen Syndrom (AGS) und an einer Autismus-Spektrum-Störung. Außerdem soll sie laut ihren Eltern eine Wahrnehmungs- und Angststörung entwickelt haben.

Hormonersatztherapie könnte Emily helfen - doch die ist zu teuer

Doch ihre Mutter Tam will darum kämpfen, dass ihr kleines Mädchen endlich ein normales Leben führen kann und sammelt nun auf der Webseite GoFundMe Spenden, damit sie das Geld für die teure Behandlung aufbringen kann. "Sie soll eine Hormonersatztherapie machen, bei der sie alle drei Monate eine Spritze erhält. Sie kostet allerdings pro Stück 1.230 Euro und sie wird dadurch in die Menopause mit all ihren Nebenwirkungen rutschen", erklärt Tam traurig. Doch trotz all ihrer Schmerzen und Schicksalsschläge sei Emily ein rundum glückliches Kind. "Sie ist eben etwas ganz Besonderes", schließt ihre Mama stolz.

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jp

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